Krankheiten
Papillon-Lefevre-Syndrom

 Zurück zur alphabetischen Auswahl

Papillon-Lefevre-Syndrom

Keratosis palmoplantaris, Peridontopathie sind weitere Bezeichnungen für das Papillon-Lefevre-Syndrom. Das Papillon-Lefevre-Syndrom ist eine seltene Fehlbildung des Körpers mit übermäßiger Verhornung der Haut und früher Parodontitis. Durch den starken Knochenverlust fallen schon bald die Zähne (Milchzähne, bleibende Zähne) aus.


Leitmerkmale:  Parodontitis, palmoplantare Keratodermie
Definition Beim Papillom-Lefevre-Syndrom handelt es sich um eine ektodermale Dysplasie

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Keratosis palmoplantaris
  • Peridontopathie
Vorkommen
(vor allem)
  • zwischen dem ersten und vierten Lebensjahr
Ursachen
  • Vererbung: autosomal-rezessiv (Chromosom 11, Genlokus q14.2, CTSC-Gen)
Symptome
  • Handflächen/Fußsohlen: Verhornungsstörungen, erythematöse Plaques (die Fußsohlen sind stärker davon betroffen), übergreifen auf den Hand-/ Fußrücken/ Ferse/Knöchel, übermäßige Schweißbildung
  • Zähne: frühzeitige Karies/ Parodontitis, Zahnlockerung, rascher Verlust der Zähne
  • Mund: Gingivitis
  • Nägel: Verfärbung, Dystrophie, Verformung
  • Allgemeinsymptome: erhöhte Anfälligkeit für Infektionen (Furunkulose/ Hautabszesse/Pyodermie/Atemwegsinfekte usw.), intrakranielle Verkalkung, Osteoporose, Innenohrschwerhörigkeit, malignes Melanom
Diagnose Anamnese: Klinik, Familienanamnese
Labor: Genanalyse, Chromosomenanalyse
Apparative Diagnostik: Röntgen (Gebiss: Atrophie des Alveolarknochens)
Differentialdiagnose
  • Haim-Munk-Syndrom
  • Mal des Meleda
  • Howel-Evans-Syndrom
  • Greither-Syndrom
  • Kerotosis punctata
  • Schuppenflechte
  • Bart-Pumphrey-Syndrom
Komplikationen
  • Furunkulose
  • Pyodermie
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Grunderkrankung/Symptome, gründliche Mundhygiene
  • Medikamentöse Therapie: Retinoide, Antibiotika
  • Operative Therapie: Zahnimplantate