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Paracetamolintoxikation

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Paracetamolintoxikation

Paracetamol-Intoxikation, Paracetamolvergiftung sind weitere Bezeichnungen für die Paracetamolintoxikation. Als Paracetamolintoxikation versteht man eine Vergiftung mit dem Medikament Paractamol. Durch den hohen Blutspiegel des Medikaments kann diese nicht mehr vollständig von der Leber abgebaut werden, es kommt somit zu einem toxischen Zwischenprodukt (N-Acetyl-p-benzochinonimin). Dieses bindet sich an zelluläre Proteine und führt schließlich zu Leberzellnekrosen. Die kritische Dosis liegt hierbei 150 mg/kg Körpergewicht (7,5 bis 10 g pro Tag).


Leitmerkmale:  Übelkeit, Erbrechen, Blässe
Definition Bei der Paracetamolintoxikation handelt es sich um eine Erkrankung mit zu viel Paracetamol im Blut

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Paracetamol-Intoxikation
  • Paracetamolvergiftung
Stadien
  • Stadium I: Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Blässe
  • Stadium II: Oberbauchdruckschmerz, Leberwerte erhöht
  • Stadium III: akutes Leberversagen, evtl. Niereninsuffizienz/ Pankreatitis
  • Stadium IV: vollständiges Leberversagen, Multiorganversagen oder Rekonvaleszenz
Ursachen
  • Überdosierung
  • zufällige/unbeabsichtigte Einnahme (Kinder)
  • Einnahme aus suizidaler Absicht
Risikofaktoren
  • Kinder mit Leberfunktionsstörungen
  • Alkoholiker
  • Niereninsuffizienz
  • Dehydratation
  • chronische Unterernährung
Symptome Leichte Vergiftung machen keine Beschwerden:
  • Allgemeinsymptome: siehe Stadien
Diagnose Anamnese: Klinik, Medikamente, Fremdanamnese
Körperliche Untersuchung: Vitalfunktionen
Labor: Leberwerte erhöht, Blutgerinnung, Paracetamol-Spiegel
Komplikationen
  • Leber-/Nierenversagen
  • Multiorganversagen
  • Gerinnungsstörungen
  • Tod
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Medikament absetzen
  • Medikamentöse Therapie: Aktivkohle, Acetylcystein