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Paraseptales Lungenemphysem

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Paraseptales Lungenemphysem

Periazinäres Lungenemphysem, juveniles Lungenemphysem sind weitere Synonyme für das paraseptale Lungenemphysem. Beim paraseptalen Lungenemphysem handelt es sich um peripheres, subpleurales Emphysem der Lunge. Das Emphysem ist dabei von normalen Lungengewebe umschlossen. Meist ist der Oberlappen davon betroffen.


Leitmerkmale: chronische Dyspnoe, die unter Belastung rasch zunimmt, Husten, Fassthorax
Definition Als paraseptales Lungenemphysem bezeichnet man einen gesteigerten Luftgehalt der Lunge unterhalb der Pleura

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Periazinäres Lungenemphysem
  • Juveniles Lungenemphysem
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Jugendliche: zwischen dem 15. und 25. Lebensjahr
Ursachen
  • unklar
Symptome
  • Atemsystem: Atemnot (erst nur bei Belastung, später auch in Ruhe), sporadischer Husten (evtl. schleimig)
  • Allgemeinsymptome: Zyanose (kann keine Kerze mehr ausblasen), eingeschränkte körperliche Mobilität, Gewichtsverlust, Zeichen der Rechtsherzbelastung (Ödeme), Fassthorax, Kopfschmerzen, Leistungsabfall, Schlafstörungen, erhöhte Infektanfälligkeit
Diagnose Anamnese: Klinik, Nikotinabusus, chronische Lungenerkrankungen
Körperliche Untersuchung:
  • Inspektion: Fassthorax (Rippen stehen horizontal, Brustkorb in Inspirationsstellung), geblähte Schlüsselbeingruben, Zyanose, Trommelschlegelfinger, Ödeme, Kurzatmigkeit, Sputum (muköser Schleim)
  • Auskultation: Atem- und Herzgeräusche gedämpft, trocken oder feuchte Rasselgeräusche
  • Perkussion: Klopfschall hypersonor,Zwerchfelltiefstand
  • Palpation: Stimmfremitus abgeschwächt
Labor: Hb erhöht, Blutgasanalyse
Apparative Diagnostik: Lungenfunktionsdiagnose, EKG (Rechtsherzhypertrophie) Rö-Thorax, CT, verminderter Tiffeneau-Test
Komplikationen
  • Spontanpneumothorax
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: absolutes Rauchverbot, Vermeidung der Noxen, dosierte Lippenbremse, Ausdauertraining (Wandern, Treppen steigen), Meidung von Erkältungen/ Infekte, feuchte Raumluft, Schadstoffkarenz, Atemgymnastik, Inhalationstherapie, vermehrte Flüssigkeitszufuhr
  • Naturheilkundliche Therapie: Aderlass, Akupunktur, Ohrakupunktur, Bachblüten, Baunscheidtieren, Eigenbluttherapie, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Neuraltherapie, Phytotherapie, Schröpfen, Schüssler Salze
  • Medikamentöse Therapie: antiobstruktive Therapie (Asthma), evtl. Antibiotika (Infekte), Mukolytika, Anticholinergika, Theophyllin, Glucokortikoide, Infektprophylaxe bzw. -behandlung, Sauerstoff- Langzeit-Therapie (Cave: Sauerstoff-Gehalt ist Atemantrieb, bei zu viel an Sauerstoffgabe, kann der Patient zu atmen aufhören)
  • Operative Therapie: Entfernung großer Blasen (Pneumothoraxgefahr)