Krankheiten
Partialruptur der Rotatorenmanschette

 Zurück zur alphabetischen Auswahl

Partialruptur der Rotatorenmanschette

Bei der Partialruptur der Rotatorenmanschette ist nur eine Teil der Sehne eingerissen. Es kann hierbei jede Sehne der Rotatorenmanschette davon betroffen sein. Meistens ist dies aber die Suprasinatussehne.


Leitmerkmale: nächtliche Schulterschmerzen
Definition Als Partialruptur der Rotatorenmanschette bezeichnet man einen teilweisen Einriss in eine Sehne der Rotatorenmanschette

Einteilung nach Lokalisation
  • interstitielle (intratendinöse) Partialruptur: der Riss ist innerhalb der Sehne
  • PAINT-Läsion: gelenkseitige Partialrupturen mit interstitieller Fortsetzung entlang der Sehne
  • PASTA-Läsion: gelenkseitige Partialruptur mit partieller gelenkseitiger Abscherung der Supraspinatussehne 
  • posteriore Partialruptur der Rotatorenmanschette bei innerem Impingement: der Risss ist an der Seite des Gelenks
  • Rim-Rent-Läsion: der Einriss befindet sich am Ansatz der Supraspinatussehne
Einteilung nach Ellman
  • Grad 1: keiner 3 mm
  • Grad 2: 3 bis 6 mm
  • Grad 3: größer 6 mm
Einteilung nach Synder
  • A: gelenkseitig
    • A1: Ausfransung
    • A2: kleiner 2 cm
    • A3: 2 bis 3 cm
    • A4: größer 3 cm
  • B: bursaseitig
    • B1: Ausfransung
    • B2: kleiner 2 cm
    • B3: 2 bis 3 cm
    • B4: größer 3 cm
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Männer: zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr
Ursachen
  • Verletzung
  • Krankheiten: Schulterimpingmentsyndrom, muskuläre Schwäche der Humeruskopfsenker
  • Allgemein: chronische Überbeanspruchung, altersbedingte Degeneration
Symptome
  • Schulter: Schmerzen (v.a. nachts)
Diagnose Anamnese: Klinik, Trauma, Vorerkrankungen
Körperliche Untersuchung: Schulter (Beweglichkeit/ Schmerzen)
Apparative Diagnostik: Sonografie, Röntgen, CT, MRT, Arthrografie
Differentialdiagnose
  • Schulterimpingement
  • Tendinopathie der Rotatorenmanschette
  • Tendinosis calcarea der Rotatorenmanschette
  • transmurale Rotatorenmanschettenruptur
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Schonung, Physiotherapie
  • Operative Therapie: Debridement