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Partielles Androgenresistenz-Syndrom

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Partielles Androgenresistenz-Syndrom

Reifenstein-Syndrom, partielles Androgen-Intensivitäts-Syndrom, Gilbert-Dreyfus-Syndrom sind weitere Bezeichnungen für das partielle Androgenresistenz-Syndrom. Das partielle Androgenresistenz-Syndrom ist eine Erkrankung mit Störung der männlichen Geschlechtsentwicklung. Hierbei sind die Hoden zwar vorhanden, aber es werden dennoch keine äußeren männlichen Geschlechtsorgane ausgebildet. Testosteron kann somit seine androgene Wirkung nicht vollziehen. Damit ist das Aussehen der äußeren Genitale sehr unterschiedlich.


Leitmerkmale: verkleinerte männliche oder weibliche Genitale beim Mann
Definition Beim partiellen Androgenresistenz-Syndrom handelt es sich um eine Erkrankung mit verminderter Wirkung des Testosterons

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Reifenstein-Syndrom
  • Partielles Androgen-Intensivitäts-Syndrom
  • Gilbert-Dreyfus-Syndrom
Ursachen
  • Vererbung: X-chromosomal-rezessiv (Chromosom X, Genlokus q11-12, AR-Gen)
Symptome
  • Genitale: Hypospadie, kleiner Penis, fehlerhafter Abstieg des Penis, weibliche Genitale (Klitoromegalie)
  • Allgemeinsymptome: Infertilität, Gynäkomastie
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: LH erhöht, FSH, Testosteron erhöht, DNA-Analyse des Androgenrezeptors
Apparative Diagnostik: Sonografie (Hodenlokalisation)
Differentialdiagnose
  • Denys-Drash-Syndrom
  • Smith-Lemi-Opitz-Syndrom
  • Klinefelter-Syndrom
Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Androgene oder Östrogene (je nach Restleistung des Androgenrezeptors