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PAS-Syndrom

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PAS-Syndrom

Parental Alienation Syndrom, Eltern-Kind-Entfremdung, elterliches Entfremdungssyndrom sind weitere Bezeichnungen für das PAS-Syndrom. Beim PAS-Syndrom handelt es sich um eine Erkrankung, bei der ein Kind dauerhaft oder zu Unrecht ein Elternteil herabsetzt oder beleidigt. Bedingt wird dieses durch Indoktrinierung des betreuenden Elternteils oder dem Wunsch des Kindes, den getrenntlebenden Elternteil abzuwerten. Es kommt hierdurch zu einer Entfremdung des Kindes von einem Elternteil. Die Erkrankung kann in drei verschieden starke Formen eingeteilt werden (mild bis schwer).


Leitmerkmale: Ablehnung von Besuchen/ negative Einstellungen gegenüber einem entfremdeten Elternteil
Definition Beim PAS-Syndrom handelt es sich um ein Entfremdungssyndrom durch massive Beeinflussung des Kindes durch einen Elternteil

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Parental Alienation Syndrom
  • Eltern-Kind-Entfremdung
  • Elterliches Entfremdungssyndrom
Ursachen
  • bewusster/unbewusster Versuch eines Elternteils das Kind vom anderen Elternteil zu entfremden
Risikofaktoren
  • Scheidung: Trennungsängste, Autonomieprobleme, Loyalitätskonflikt
  • Streit um Sorge-/Unterhaltsrecht
Symptome
  • Hass/Abwertung eines Elternteils
  • schwache/absurde/alberne Begründungen dafür
  • kein innerer Konflikt gegenüber dem entfremdeten Elternteil
  • starkes Bestehen des Kindes darauf, dass es alleine seine Entscheidung war, den Elternteil abzulehnen
  • reflexartige Unterstützung des bevorzugten Elternteils während des Sorgerechtsstreites
  • Fehlen von Schuldgefühlen bezüglich des Verhaltens
  • Gebrauch von Redewendungen/Szenarien des bevorzugten Elternteils
  • Abwertung auch von der Familie und Fremden des entfremdeten Elternteils
Diagnose
  • Anamnese: Klinik, Fremdanamnese
Komplikationen
  • Essstörungen
  • Drogen-/Alkoholmissbrauch
  • posttraumatische Belastungsstörungen
  • Depressionen
  • hohe Scheidungsraten
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Familientherapie