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Paxillus-Syndrom

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Paxillus-Syndrom

Beim Paxillus-Syndrom handelt es sich um eine Vergiftung nach Verzehr des Pilzes Kahler Kremplings (Paxillus involutus). Es handelt sich hierbei nicht um eine reine Vergiftung, sondern um eine Allergiereaktion. Die im Pilz enthaltenen Allergene treten vom Verdauungstrakt ins Blut über und lösen im Körper schwere allergische Reaktionen aus. Da sich die dabei gebildeten Antigen-Antiköper-Komplexe an den roten Blutkörperchen anlagern, verursachen sie eine hämolytische Anämie. Die Latenzzeit zwischen Verzehr und Ausbruch der Beschwerden beträgt 1-2 Stunden.


Leitmerkmale: Übelkeit, Durchfall, Erbrechen Koliken nach Verzehr des Giftes
Definition Als Paxillus-Syndrom bezeichnet man eine allergische Reaktion auf einen Pilzverzehr

Ursachen
  • Verzehr des Pilzes kahler Krempling (Paxillus involutus)
Symptome
  • Verdauungstrakt: Übelkeit, Erbrechen, wässriger Durchfall
  • Schmerzen: kolikartig am Unterbauch, Lendenwirbelsäule
  • Harnsystem: Oligurie bis Anurie, Hämaturie
  • Allgemeinsymptome: Hypotonie, hypovolämischer Schock, Subikterus, Schwäche, Benommenheit, Bewusstseinstrübung, Schweißausbrüche, Pupillenverengung
Diagnose Anamnese: Klinik, Pilzverzehr
Labor: Blutbild (Hämoglobin niedrig), Erbrochenes
Komplikationen
  • Niereninsuffizienz
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Überwachung von Kreislauf/Blut/ Nierenfunktion
  • Medikamentöse Therapie: Aktivkohle, Ausgleich des Wasser-/ Elektrolythaushaltes
  • Operative Therapie: Plasmapherese/ Dialyse in schweren Fällen