Anästhesie
PDK bei der Geburt

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PDK bei der Geburt

Forderungen

  • Befreiung von Schmerzen
  • Vermeidung der mütterlichen und fetalen Depression
  • aktivere Beteiligung der Schwangeren am Geburtsvorgang

Physiologisch

  • bei der Eröffnungsphase (bis 12 Std. bei Erstgebährende) gehen die Schmerzen v.a. von TH 11 bis TH 12 aus (Nabelgegend)
  • bei der Austreibungsphase (bis 40 Min.) treten Schmerzen in S 2 bis S 4 auf. Deshalb sollte sie Blockierung der Nerven bis TH 10 gehen
  • der Tonus der Beckenbodenmuskulatur bleibt dabei erhalten. (die Drehung des kindlichen Kopfes wird erleichtert)

Durchführung

  • nach dem Legen eines PDK wird eine Testdosis von 4 ml NAROPIN® 0,2 % gespritzt
  • dazu wird meist noch SUFENTA EPIDURAL® injiziert
  • nach einem Abwarten von 6 Minuten (wirkt das Medikament?, Symptome wie bei der Spinalen?) wird eine weitere Menge an NAROPIN® 0,2 % injiziert
  • Übergabe ans Kreissaalteam. Puls und Blutdruck müssen im Abstand von 5 Minuten über mindestens 30 Minuten lang überprüft werden
  • jede 60 – 90 Minuten kann bei Bedarf auf Anordnung des Anästhesisten von der Hebamme eine von diesem verordnete Dosis NAROPIN®  0,2 % nachgespritzt werden
  • als 2. Möglichkeit kann eine PCEA- Pumpe am Periduralkatheter angelegt werden mit 40 ml NAROPIN 2 % und 1 Ampulle SUFENTA® EPI (Programm D).
  • der PDK kann auch zur Sektio- Entbindung verwendet werden, nur muss hier dann NAROPIN® 0,2 % nach injiziert werden

Komplikationen

  • Blutdruckabfall; Therapie: verstärkte Linksseitenlage, Flüssigkeitszufuhr, O2- Gabe, Vasopressoren
  • die Geburtsdauer kann verlängert werden, die Schwangere ist zum Pressen anzuhalten
  • intravasale Lokalanästhesie