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Schlafmittelvergiftung

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Schlafmittelvergiftung

Unter einer Schlafmittelvergiftung versteht man eine eingenommene Überdosis eines Schlafmittels. Es kommt dadurch zum Versagen der Atmung und des Kreislaufes. Bei gleichzeitigem Konsum von Alkohol wird die Wirkung des Schlafmittels noch verstärkt. Die Vergiftung wird meist vom Betroffenen bewusst herbeigeführt. Die Absicht dabei ist eine Selbsttötung. Die Beschwerden hängen stark vom Grad der Vergiftung, der Art des Medikaments und der eingenommenen Menge ab.


Leitmerkmale: Bewusstseinsstörung, Übelkeit Erbrechen
Definition Bei einer Schlafmittelvergiftung handelt es sich um eine negative Körperreaktion bei einer Überdosis an Mittel mit Schlaf fördernden bzw. beruhigender Wirkung im Körper

Mittel
  • Benzodiazepine: Diazepam, Lorazepam, Flunitrazepam
  • Barbiturate: Phenobarbital
Ursachen
  • zu hohe Dosis an Schlafmittel im Körper
Symptome
  • Allgemeinsymptome: Bewusstseinsstörungen, keine Reaktion auf Schmerzreize, Areflexie, Muskelschwäche, Blutdruckabfall
  • Verdauungstrakt: Übelkeit, Erbrechen
  • Atemsystem: Atemnot bis Atemstillstand
Diagnose Anamnese: Klinik, Medikamente
Körperliche Untersuchung: Bewusstsein, Reflexe
Komplikationen
  • Herzkreislaufstillstand
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Sicherung der Vitalfunktionen
  • Medikamentöse Therapie: Antidot-Therapie
  • Operative Therapie: Magenspülung, Dialyse
Notfall

Notfallmaßnahmen bei einer Schlafmittelvergiftungen:

  • - Anruf: Notarzt
  • - Allgemeinmaßnahmen: Patienten beruhigen, beengte Kleidung öffnen, Patient zudecken
  • - Lagerung: bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • - Vitalzeichenkontrolle: engmaschig
  • - Reanimation: Wiederbelebung
  • - Zusatzmaßnahmen: Sauerstoffgabe, i.v.- Zugang, Blutzuckerspiegel kontrollieren
  • - Medikamente: Trinken lassen (bei Bewusstsein), Infusionen (Bewusstlose)