Krankheiten
Schlafparalyse

 Zurück zur alphabetischen Auswahl

Schlafparalyse

Schlaflähmung, Schlafstarre, Schlafatonie sind weitere Begriffe für die Schlafparalyse. Bei der Schlafparalyse handelt es sich um eine Erkrankung mit Hemmung der Motorik während des Einschlafens oder des Aufwachens. Dabei sind die davon Betroffenen weder fähig sich zu bewegen noch zu sprechen. Dieser Zustand kann wenige Sekunden bis hin zu zwanzig Minuten andauern. Dazu treten meist noch Halluzinationen auf, da verschiedene Hirnareale schon aktiviert sind. Die Erkrankung ist meist harmlos.


Leitmerkmale: Unfähigkeit zu reden und sich zu bewegen
Definition Bei der Schlafparalyse handelt es sich um einen Zustand des Körpers während des Einschlafens oder kurz nach dem Aufwachen mit vorübergehender Hemmung der Bewegung und des Sprechens

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Schlaflähmung
  • Schlafstarre
  • Schlafatonie
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Kindheit
  • Jugendalter
Einteilungen
  • isolierte Schlafparalyse: nicht mit einer Narkolepsie verbundene Form der Schlafparalyse
  • rezidivierende Schlafparalyse: wiederkehrende Episoden einer Schlafparalyse
  • isolierte rezidivierende Schlafparalyse: Kombination der beiden oben genannten Formen
Ursachen
  • unbekannt
Risikofaktoren
  • Allgemein: unregelmäßiger/zu wenig Schlaf, Stress, Angst, Depressionen, genetische Veranlagung
  • Vorhanden sein anderer Schlafstörungen: Narkolepsie, Schlafapnoesyndrom
  • psychische Erkrankungen:  bipolare Störung, Depression, posttraumatische Belastungsstörung, Schizophrenie
  • Toxine: Drogen, Entzug
Symptome
  • Unfähigkeit: sich zu bewegen, zu sprechen
  • Halluzinationen: visuelle, auditive, taktile
  • Ängste: Ersticken, Brustenge, Panikattacken
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: multipler Schlaflatenztest
Apparative Diagnostik: Schlaflabor (Polysomnografie)
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Schlafhygiene (regelmäßiger/ ausreichender Schlaf), Verzicht auf Drogen/Alkohol, Verzicht auf große Mahlzeiten/stimulierende Substanzen am Abend, Entspannungsübungen, regelmäßiger Sport, Schlafen in Seiten- oder Bauchlage, kognitive Verhaltenstherapie
  • Medikamentöse Therapie: Antidepressiva