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Second-Impact-Syndrom

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Second-Impact-Syndrom

Als Second-Impact-Syndrom bezeichnet an eine zweite Kopfverletzung, die bei einem bereits bestehenden und noch nicht ausgeheiltem Schädel-Hirn-Trauma auftritt. Der erste Schlag braucht aber nicht besonders ausgeprägt zu sein, es reicht schon eine geringe Hirnerschütterung. Durch metabolische Veränderungen beim Schädel-Hirn-Trauma kann ein zweites meist leichteres Trauma schneller wieder zu einem erhöhten Hirndruck und schließlich zum Koma führen. Man nimmt an, dass die Arteriolen ds Gehirns ihre Fähigkeit verlieren, ihren Durchmesser zu regulieren (Hirnödeme). Dadurch kommt es meist zu bleibenden schweren Behinderungen, wenn nicht zum Tod. Deshalb sollten Sportler erst dann wieder weiterspielen, wenn alle Symptome des ersten Traumas ausgeheilt sind.


Leitmerkmale:  rasche Bewusstseinseinschränkungen nach einem ersten Schädel-Hirn-Trauma
Definition Unter einem Second-impact-Syndrom bezeichnet man eine zweite Gehirnerschütterung bei einem noch nicht ganz ausgeheilten Schädel-Hirn-Trauma

Ursachen
  • unklar
Risikofaktoren
  • rezidivierende Stürze
  • Kindesmisshandlung
  • zu früh begonnener Sport (Boxen/ Football/Baseball/Rugby/ Reiten/Skifahren usw.)
Symptome
  • Allgemeinsymptome: sehr rasch auftretende Bewusstseinseinschränkungen bis Koma, erweiterte Pupillen, respiratorische Insuffizienz, schnelle neurologische Verschlechterung, Hirnschwellung
Diagnose Anamnese: Klinik, Unfall
Apparative Diagnostik: CT, MRT (akutes Subduralhämatom/ Mittellinienverlagerung/ Hirnödem)
Komplikationen
  • Multifokale ischämische Infarkte
  • Tod
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: stationäre Überwachung (Klinik: 12-24 Std.), strenge Bettruhe, Nahrungskarenz
  • Medikamentöse Therapie: Analgetika, Antiemetika, osmotische Mittel
  • Operative Therapie: Blutung entfernen, evtl. Beatmung (Hyperventilation)