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Selektiver Mutismus

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Selektiver Mutismus

Elektiver Mutismus ist eine weitere Bezeichnung für den selektiven Mutismus. Beim selektiven Mutismus handelt es sich um eine psychische Störung. Es kommt dadurch dazu, dass die davon betroffenen Kinder nur mit ihnen vertrauten Personen (enge Freunde, Familienangehörige) reden und sonst zu keinem anderen Menschen. Auch besteht die Möglichkeit nur in bestimmten Situationen (Kindergarten, Schule) nicht zu sprechen. Dabei ist das Sprachverständnis normal, wie auch die Sprechfähigkeit. Es liegt auch keine andere psychische Erkrankung vor. Die Erkrankung tritt zeitlich begrenzt auf und ist durch Ängste auf bestimmte Situationen oder anwesende Personen begrenzt. Dadurch geraten die Kinder schnell ins Abseits, werden zu Außenseitern oder auch fehleingeschätzt in den schulischen Leistungen.


Leitmerkmale: sprechen nur mit bestimmten Menschen, starre Körperhaltung
Definition Als selektiven Mutismus bezeichnet man eine emotional bedingte psychische Störung mit starker Beeinträchtigung der sprachlichen Kommunikation

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Elektiver Mutismus
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Mädchen: zwischen 5 und 9 Jahren
Ursachen
  • neue/unbekannte Situationen außerhaus: Kindergarten, Schule, Arzt-/ Zahnarztbesuch usw.
  • traumatische Ereignisse: Missbrauch
Auslöser
  • Gefühl der Hilflosigkeit/ Verlassen seins/ Scham/ Minderwertigkeit
  • Sprechangst
Symptome
  • Sprechen: nur mit vertrauten Personen, aber normale Sprechfähigkeit, abgeschlossene Sprachentwicklung, normales Sprachverständnis, zu Hause wird viel geredet
  • angesprochene Kinder: reagieren mit starrer Mimik/ Gestik (starrer Blick/ starre Lippen/ fehlender Blickkontakt), senken den Kopf zu Boden, wenden sich vom Gesprächspartner ab, versteinerte Körperhaltung, verkrampfte Hände
  • Allgemeinsymptome: Ausdrucksverhalten stark beeinträchtigt, lautloses Husten/Weinen/ Lachen, normales Sozialverhalten
  • evtl.: Depression, Enuresis, Angststörungen, Tics, Enkopresis
Diagnose Anamnese: Klinik, Fremdanamnese
Körperliche Untersuchung: Neurologie, Sprache
Differentialdiagnose
  • Autismus
  • Intelligenzminderung
  • Mutismus
  • Psychose
  • Schizophrenie
  • Sprachentwicklungsstörung
  • Sozialphobie
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Psychotherapie, Sprechtherapie, Desensibilisierung