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Selenmangel-Krankheit

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Selenmangel

Als Selenmangel versteht man einen zu geringen Gehalt des Spurenelements Selen im menschlichen Körper. Es kommt hierdurch zu einer Einschränkung der Funktion von selenanhängigen Enzymen (Glutathionperoxidase, Dejodase, Thioredoxinreduktase), die fast in allen Organen vorkommen. Die führt zu Störungen verschiedener Organsysteme, zu einem erhöhten Risiko zur Bildung von Tumoren und zu einer Unterfunktion der Schilddrüse. Selen wird vor allem über die Nahrung aufgenommen und schützt die Zellen vor oxidativen Stress. Es ist somit wichtig für das Immunsystem und für die männliche Fruchtbarkeit.


Leitmerkmale: Müdigkeit, Schwäche, Infektanfälligkeit
Definition Unter einem Selenmangel versteht man eine unzureichende Menge an Selen im Körper

Ursachen
  • Ernährung: strenger Vegetarismus/Veganismus, parenterale Ernährung, extrem einseitige Ernährung, Sondenkost, Hungern
  • Essstörungen: Bulimie, Anorexia nervosa
  • Verdauungstrakt: chronischer Durchfall, Malabsorption, Maldigestion. Morbus Crohn, Colitis ulzerosa
  • Erkrankungen: Diabetes insipidus, nephrotisches Syndrom, Mukoviszidose
  • Blutverluste, starke: Verletzungen, Menstruation, Hämorrhoiden
  • Medikamente: Laxantienabusus, Antazida
  • Allgemein: Dialyse, wohnen in einer Gegend mit Selenarmut im Boden, schwere Verbrennungen, Alkoholiker
Symptome
  • Blut: Anämie
  • Haut: Ausschlag, auffällige Nägel (weiße Flecken), schuppige Haut, dünne Haare
  • Herz: Kardiomyopathie, Herzrhythmusstörungen
  • Leber: Nekrose, Karzinom
  • Allgemeinsymptome: Müdigkeit, Schwäche, Wachstumsstörungen, Störrungen der Ossifikation, Myopathie, Kaschin-Beck-Krankheit, verminderte Qualität der Spermien, Infektanfälligkeit
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen, Ernährung
Labor: Selen erniedrigt
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome, Selenzufuhr