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Seminom

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Seminom

Als Seminom bezeichnet man einen bösartiger Tumor des Hodengewebes. Die Geschwulst geht von den Spermatogonien (Vorläuferzellen der Spermien) des Hodens aus. Es kommt hierbei zur Bildung von atypischen Keimzellen innerhalb der Tubuli seminiferi. Der Tumor wächst sehr expansiv und hat bald Anschluss an die Blut- und Lymphgefäße (Metastasierung).


Leitmerkmale: schmerzlose Schwellung des Hodens
Definition Unter einem Seminom versteht man einen malignen Tumor de Keimzellen des Hodens

Vorkommen
(vor allem)
  • zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr
Einteilung
  • klassisches Seminom: langsames Wachstum, große, runde Zellen mit hellem Zytoplasma und Kernen (grobscholliges Chromatin/ Nukleolen)
  • Seminom mit Riesenzellen: schnelles Wachstum und Metastasierung, mit Beta-Gonadotropin produzierende synzytiotrophoblastische Riesenzellen
  • spermatozytisches Seminom: geringe Metastasierung, mit polymorphen Zellen, Riesenzellen
Stadien
  • Stadium I: keine Lymphknotenmetastasen
  • Stadium IIa: betroffene Lymphknoten kleiner als 2 cm
  • Stadium IIb: betroffene Lymphknoten 2 bis 5 cm
  • Stadium IIc: betroffene Lymphknoten größer als 5 cm
  • Stadium III: hämatogene Metastasen oder extraperitoneale Lymphknotenmetastasen
Ursachen
  • unbekannt
  • evtl. erblich bedingt, Hodenhochstand, Fehlanlage der Harnröhrenmündung
Symptome
  • Hoden: vergrößert, tastbare, schmerzlose einseitige Schwellung (Verhärtung)
  • Allgemeinsymptome: evtl. Gynäkomastie
  • Metastasen: Lunge
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: Hoden (Inspektion, Tasten)
Labor: Beta-HCG erhöht
Apparative Diagnostik:  Sonografie, Röntgen, CT, MRT, Biopsie
Differentialdiagnose
  • Epididymitis
  • Hydrozele
  • Spermatozele
  • Skrotalhernie
  • Tumoren
Komplikationen
  • Stauungsniere
Therapie
  • Operative Therapie: Entfernung des Hodens (Orchiektomie), Strahlentherapie