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Servelle-Martorell-Syndrom

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Servelle-Martorell-Syndrom

Bockenheimer-Syndrom, genuine diffuse Phlebektasie, Angiomatosis osteolytica, osteolytische Hämangiomatose, phlebektatische osteohypoplastische Angiodysplasie sind weitere Bezeichnungen für das Servelle-Martorell-Syndrom. Als Servelle-Martorell-Syndrom bezeichnet man eine angeborene Erkrankung der Venen. Es kommt hierbei zu großen dauerhaften, diffusen Erweiterungen und Aussackung der Venen. Durch den dadurch erzeugten langsameren Blutfluss kommt es zu Bildung von Thromben und Phlebolithen.


Leitmerkmale: venöse Hämangiome, Knochenhypoplasie
Definition Beim Servelle-Martorell-Syndrom handelt es sich um eine seltene Gefäßmissbildung mit Klappenfehlern

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Bockenheimer-Syndrom
  • Genuine diffuse Phlebektasie
  • Angiomatosis osteolytica
  • Osteolytische Hämangiomatose
  • Phlebektatische osteohypoplastische Angiodysplasie
Ursachen
  • unbekannt
  • evtl. Vererbung
Symptome
  • Venen: Aussackungen (durchsetzen Muskeln/Knochen), geschlängelt, krampfadernartig, scheinen dunkelblau durch die Haut
  • Lokalisation: Arme, Beine
  • Knochenbeteiligung: verkürzte/ deformierte/schmerzhafte/ geschwollene Extremitäten
  • Muskulatur: Hypotrophie
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: Haut, Knochen
Apparative Diagnostik: Röntgen
Differentialdiagnose
  • Blue-rubber-bleb-naevus-Syndrom
  • Cutis marmorata telangiectatica congenita
  • Klippel-Trenaunay-Syndrom
  • Parkes-Weber-Syndrom
  • Sturge-Weber-Syndrom
Komplikationen
  • Aneurysma
  • AV-Shunts
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Kompressionsstrümpfe, Kompressionsverbände
  • Medikamentöse Therapie: Antikoagulantien
  • Operative Therapie: Sklerosierung, Laserkoagulation