Krankheiten
Short-QT-Syndrom

 Zurück zur alphabetischen Auswahl

Short-QT-Syndrom

Beim Short-QT-Syndrom handelt es sich um eine vererbte Erkrankung des Ionenkanals des Herzens. Es kommt hierbei zu einem verkürzten QT-Intervall und dadurch zu einer frühzeitig einsetzenden verkürzten Repolarisation. Betroffen davon sind die Kalium- und Calcium-Kanäle der Herzmuskelzellen. Die Erkrankten sind aber sonst herzgesund.


Leitmerkmale: Tachyarrhythmie bei Kindern/ Jugendlichen
Definition Als Short-QT-Syndrom bezeichnet man eine angeborene Herzerkrankung mit kurzem OT-Intervall

Ursachen
  • Vererbung: autosomal-dominant (verschiedene Gene: KCNH2, KCNQ1, KCNJ2, CACNA1C, CACNA2D1, SLC4A3)
Symptome
  • Herz: paroxysmale ventrikuläre Tachykardie, Vorhofflimmern, anfallartiges Herzklopfen/ Herzrasen
  • Allgemeinsymptome: plötzliche Synkopen, Schwindel, Schweißausbrüche, allgemeines Unwohlsein
Diagnose Anamnese: Klinik, Familienanamnese
Apparative Diagnose: EKG (verkürztes QT, hohe/spitze T-Wellen), Sonografie (Herz), Herzkatheter
Komplikationen
  • Kammerflimmern
  • Kammertachykardie
  • Tod (plötzlicher Herztod)
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome, keine körperlich schwere Arbeit/ Sport
  • Medikamentöse Therapie: Betablocker, Amiodaron
  • Operative Therapie: Kardio-Defibrillator