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SLAP-Läsion

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SLAP-Läsion

SLAP-Riss ist eine weitere Bezeichnung für die SLAP-Läsion. Bei der SLAP-Läsion handelt es sich um einen Riss der oberen Pfannenlippe (Labrum glenoidale) des Schulterblatts. Das Labrum befindet sich an der Schulterblattseite und umrahmt die Gelenkpfanne. Hier setzt die lange Sehne des Musculus bizeps brachii an. Meist kommt s hierbei auch noch zu einer Rotatorenmanschettenruptur.


Leitmerkmale: Schulterschmerzen bei Bewegungen über dem Kopf
Definition Als SLAP-Läsion bezeichnet man eine Schulterverletzung mit Schädigung des Labrums

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • SLAP-Riss
SLAP
  • superior
  • labral
  • anterior
  • posterior
Einteilung nach Synder
  • Typ I:
    • Verletzung: Ausfransung des superioren Labrums ohne Labrumriss
    • Bizepsanker: intakt
  • Typ II:
    • Verletzung: partieller Längsriss des superioren Labrums
    • Bizepsanker: instabil
  • Typ III:
    • Verletzung: kompletter Riss des superioren Labrums mit Ablösung des superioren Labrumfragments vom Glenoidrand
    • Bizepsanker: intakt
  • Typ IV:
    • Verletzung: Längsriss des superioren Labrums, partielle/komplette Ruptur der langen Bizepssehne
Ursachen
  • Sturz auf den ausgestreckten Arm: der Humeruskopf stößt dabei gegen das obere Glenoid und Labrum
  • forcierte Extension der Bizepssehne bei gebeugtem Unterarm: Tragen einer schweren Last, wenn die andere Person sie plötzlich fallen lässt
  • chronische Überlastungen (v.a. über Kopf): Handball/ Tennis)
Symptome Treten vor allem bei Bewegungen über den Kopf/ Drehung des Arms hinter den Rücken auf:
  • Schultergelenk: plötzlicher Schmerz, Bewegungseinschränkung, Erguss
Diagnose Anamnese: Klinik, Trauma
Körperliche Untersuchung: Speed-Test
Apparative Diagnostik: Sonografie, Röntgen, CT, MRT, Arthroskopie
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Physiotherapie
  • Medikamentöse Therapie: Analgetika, Entzündungshemmer
  • Operative Therapie: Abtragung des geschädigten Gewebes