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Spaltwirbel

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Spaltwirbel

Beim Spaltwirbel handelt es sich um eine Entwicklungsstörung der Wirbelkörper. Es kommt hierbei zu einem ausbleibenden Zusammenwachsen der vorderen und hinteren Ossifikationszentren. Diese bleiben hierbei durch eine Knorpelplatte getrennt. Normal ist eine zentraler Knochenkern mit zwei Bögen.


Leitmerkmale:  Skoliose, Buckel
Definition Als Spaltwirbel bezeichnet man eine angeborene Fehlbildung der Wirbelsäule durch eine Entwicklungsstörung der Wirbelkörper

Einteilung
  • Schmetterlingswirbel:
    • Aussehen: die lateralen Anteile des Wirbelkörpers sind nicht miteinander verbunden (Spalt in der Sagittalebene)
    • Vorkommen: Alagille-Syndrom, autosomal-rezessive spondylokostale Dysplasie, Crouzon-Syndrom, Pfeiffer-Syndrom, VACTERL-Assoziation
  • frontaler Spaltwirbel:
    • Aussehen: in der Frontalebene verlaufende Knorpelbildung eines Wirbelkörpers (Spalt in der Frontalebene)
    • Vorkommen: Chondrodysplasia punctata, mesomele Dysplasie, Kniest-Dysplasie
Ursachen
  • intrauterine Schäden
  • Medikamente: Valproat, Vitamin A
  • Kohlenmonoxid-Inhalation
Symptome
  • Wirbelsäule: Skoliose, Buckelbildung, evtl. Nervenprobleme
Diagnose Anamnese: Klinik
Apparative Diagnostik: Röntgen, MRT
Differentialdiagnose
  • Spina bifida
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome, Krankengymnastik, Prothesen
  • Operative Therapie: Verschließung des/der Wirbelkörper, Ventrikelshunt