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Spinale durale arteriovenöse Fistel

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Spinale durale arteriovenöse Fistel

Spinale Durafistel, spinale durale AV-Fistel, SDAVF sind weitere Bezeichnungen für die spinale durale arteriovenöse Fistel. Als spinale durale arteriovenöse Fistel bezeichnet man eine Gefäßfehlbildung an der Wirbelsäule. Es kommt hierbei zu einer arteriovenösen Kurzschluss zwischen einer Arteria, die die Gehirnhaut versorgt und einer vom Rückenmark abführenden Vene. Die Lokalisation befindet sich in enger Nachbarschaft zur Nervenwurzel, vor allem im Thorax- und Lendenbereich der Wirbelsäule. Es kommt dadurch zu einer Aufweitung der spinalen Venen über weite Strecken hinweg. Besteht die Erkrankung länger so führt dies zu einer subakuten oder chronischen Infarzierung des Rückenmarks.


Leitmerkmale:  Muskelschwäche, Gefühlsstörungen, Rückenschmerzen
Definition Unter einer spinalen duralen arteriovenösen Fistel versteht man einen Kurzschluss zwischen einer Arterie und einer Vene an der Hirnhaut der Wirbelsäule

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Spinale Durafistel
  • Spinale durale AV-Fistel
  • SDAVF
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Männer: zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr
Ursachen
  • unbekannt
Symptome
  • Frühsymptome: Muskelschwäche, Rücken-/Bein-/ Muskelschmerzen, Gefühlsstörungen (Taubheitsgefühl/ verändertes Temperaturwahrnehmen)
  • nach Monaten/Jahren: belastungsabhängiges Querschnittssyndrom, Muskelatrophie, Sensibilitätsstörungen (Parästhesien/ Dysästhesien), spastische Paraparese bis Paraplegie, Blasen-/Mastdarmstörungen
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: Untersuchung ganzer Körper
Labor: Liquorpunktion
Apparative Diagnostik: MRT, selektive spinale Angiografie, Myelografie
Differentialdiagnose
  • Polyneuropathie
  • Syringomyelie
  • Bandscheibenvorfall
  • Querschnittsmyelitis
  • Rückenmarkinfarkt
  • Stiftgliom
Therapie
  • Operative Therapie: endovaskuläre Embolisation, Verschluss der Fistel