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Spinaler Epiduralabszess

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Spinaler Epiduralabszess

Als spinaler Epiduralabszess bezeichnet man einen abgekapselte Entzündungsreaktion im Epiduralraum des Spinalkanals. Meist ist hierbei eine bakterielle Infektion mittels Staphylokokkus aureus oder das Bakterium Escherichia coli die Ursache. Die Erkrankung tritt an allen Stellen der Wirbelsäule auf und erstreckt sich meist über mehrere Segmente. Es wird dadurch das Rückenmark mechanisch komprimiert.


Leitmerkmale: Rückenschmerzen, Fieber, neurologische Ausfälle
Definition Beim spinalen Epiduralabszess handelt es sich um eine Eiteransammlung im epiduralen Raum

Ursachen
  • Ausbreitung von einer benachbarten Infektionsstelle: Spondylodiszitis, paravertebraler Abszess, Spondylarthritis
  • direkte Entzündung: Injektionen, Operationen, Trauma
  • hämatogene Streuung: Endokarditis, Zahnwurzelabszess, Furunkel
Risikofaktoren
  • Immunschwäche
  • Diabetes mellitus
Symptome
  • Wirbelsäule: Rückenschmerzen (in das zugehörige Dermatom ausstrahlend, schlimmer beim Liegen), Druckdolenz, Klopfschmerz, Zeichen des Meningismus
  • Allgemeinsymptome: Fieber, Abgeschlagenheit
  • später: Muskelschwäche, Lähmungen, Entleerungsstörungen Blase/Darm
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Körperliche Untersuchung: Wirbelsäule (Abklopfen/ Abtasten), Neurologie
Labor: Leukozytose, CRP hoch BSG-Anstieg, Liquor (Leukozyten/Eiweiß erhöht), Blutkultur
Apparative Diagnostik: MRT, CT
Differentialdiagnose
  • Epiduralhämatom
  • Bandscheibenvorfall
  • epidurale Metastase
Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Antibiotika
  • Operative Therapie: Laminektomie