| Definition |
Von einer Sportsucht spricht man, wenn Sport und Bewegung im Mittelpunkt des Lebens des davon Betroffenen stehen und er nicht einfach aufhören kann
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Weitere Bezeichnungen (Synonyme) |
- Exzessives Sporttreiben
- Pathologisches Sporttreiben
- Zwanghaftes Sporttreiben
- Fitnesssucht
- Bewegungssucht
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| Einteilung |
- primäre Sportsucht: Sport wegen des Sporttreibens, ohne psychische Erkrankung
- sekundäre Sportsucht: in Verbindung mit einer Essstörung, wollen Gewicht verlieren
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| Ursachen |
- Steigerung des Selbstbewusstseins
- Kompensation von Misserfolgen und Frustration (Vergessen des Alltags)
- Ausschüttung von körpereigenen Glückshormonen
- Bewältigung von Problemen (Stressabbau)
- Erzielung von Schönheitsidealen („perfekter Körper“)
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| Symptome |
- heimliches Sporttreiben
- Sporttreiben über einige Stunden am Tag
- bei erzwungenem Verzicht auf Sport treten körperliche Symptome (Nervosität/Unruhe/ Magen-/Kopfschmerzen/ Gereiztheit) und psychische Symptome (Schuldgefühle/ Depressionen) auf
- Betroffenen können von einer Bewegung nicht genug bekommen
- die Belastung wird kontinuierlich gesteigert
- Betroffene beschäftigen sich ständig mit dem Sport (Gedanken daran)
- der Drang zu trainieren wird als innerer Zwang erlebt
- Ausdauersport ist ein zentraler Lebensinhalt
- Betroffene spielen ihren Trainingsumfang herab/ belügen andere
- körperliche Warnsignale vor Überlastung (Krankheit/ Verletzungen/ Schmerzen/ Ermüdung) werden ignoriert
- es wird auch bei Verletzungen weiterhin trainiert
- fühlen sich schuldig, wenn sie das Training verpassen/ reduzieren
- soziale Kontakte werden wegen des Sports vernachlässigt oder aufgegeben
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| Diagnose |
Anamnese: Klinik, Fremdanamnese |
| Komplikationen |
- Schwächung des Immunsystems
- Schäden an Knochen/ Bänder/ Sehnen/ Gelenken
- Magensucht
- Bulimie
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| Therapie |
- Allgemeinmaßnahmen: Psychotherapie, Verhaltenstherapie, Entspannungsübungen
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