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Sprengel-Deformität

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Sprengel-Deformität

Scapula elevata, sprengelsche Deformität sind weitere Bezeichnungen für die Sprengel-Deformität. Bei der Sprengel-Deformität handelt es sich um einen angeborenen meist einseitigen Hochstand des Schulterblattes. Dabei ist das Schulterblatt verkleinert und weißt nach am oberen Ende nach vorne. Das Schulterblatt kann aber auch mit der Halswirbelsäule fest verbunden sein. Ursache hierfür ist eine Nicht-Herabwandern der Schulterblattanlage während dem dritten Schwangerschaftsmonat. Die linke Köperhälfte ist dabei am meisten betroffen.


Leitmerkmale: meist keine, sonst Bewegungseinschränkungen des Schulterblattes
Definition Als Sprengel-Deformität bezeichnet man einen einseitigen Hochstand der Schulter

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Scapula elevata
  • Sprengelsche Deformität
Einteilung nach M.E. Cavendish
  • Grad I: milde Deformierung, bekleidet kaum sichtbar
  • Grad II: geringe Deformierung mit sichtbarer Vorwölbung
  • Grad III: deutlichere Deformierung von 2 bis 5 cm Anhebung der betroffenen Schulter
  • Grad IV: ausgeprägte Anhebung von mehr als 5 cm, zusätzlich Hautstrang am Hals
Einteilung nach P. Rigault Beurteilt wird radiologisch die Lage des Schulterblatt in Beziehung zur Wirbelsäule:
  • Grad 1: unterhalb von TH2, aber oberhalb des Querfortsatzes von TH4
  • Grad 2: zwischen C5 und Querfortsatz von TH2
  • Grad 3: oberhalb des Querfortsatzes von C5
Begleiterkrankungen
  • Klippel-Feil-Syndrom
  • Spina bifida
  • Torticollis
  • Hypoplasie von Schlüsselbein/ Oberarmknochen
Ursachen
  • keine bekannt
Symptome Meist ohne Beschwerden, nur Kosmetik:
  • Schulterblatt: einseitiger Hochstand, verkleinert, oben nach vorne gebogen
  • Hals: Wirbelsäulenanomalien, verkürzt
  • Thorax: Skoliose der Brustwirbelsäule, Rippendeformitäten
  • Kopf: Beugestellung
  • Arme: Innenrotation
Diagnose Anamnese: Klinik, Begleiterkrankungen
Körperliche Untersuchung: Schulter
Differentialdiagnose
  • Skoliose
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: meist keine nötig
  • Operative Therapie: Korrektur der Fehlbildung