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Steinfisch-Intoxikation

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Steinfisch-Intoxikation

Synanceiidae-Intoxikation, Steinfischstich, Synanceiidae-Stich sind weitere Bezeichnungen für die Steinfisch-Intoxikation. Bei einer Steinfisch-Intoxikation handelt es sich um eine Vergiftung. Es kommt hierbei zu Vergiftungserscheinungen durch den Stich eines Steinfisches. Es handelt sich dabei um einen der giftigsten Fische, die es auf dieser Welt gibt. Das Gift ist um vieles stärker als das der Kobra, hitzestabil. Der Fisch kommt im Indopazifik und im Roten Meer vor. Der davon betroffene Mensch kann mit nur einem Stachel aber auch mit mehreren gestochen werden. Je mehr Stacheln im Körper stecken umso mehr Gift kommt in den Körper, umso lebensgefährlicher ist es.


Leitmerkmale: sehr starke Schmerzen, Übelkeit, Hautschwellungen
Definition Unter einer Steinfisch-Intoxikation versteht man eine Körpervergiftung durch den Stich eines der giftigsten Fische, die es auf der Welt gibt

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Synanceiidae-Intoxikation
  • Steinfischstich
  • Synanceiidae-Stich
Ursachen
  • Stich eines Steinfisches (Synanceia verrucosa)
Risikofaktoren
  • Treten auf den Fisch
Symptome
  • Schmerzen: sehr stark bis uns Unerträgliche, Ausstrahlung ganzer Rumpf
  • Haut (Einstichstelle): große Nekrosen, Schwellungen, Parästhesien
  • Verdauungstrakt: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
  • Allgemeinsymptome: Lähmungen, Bewusstseinseintrübung, Schwitzen, psychomotorische Störungen, Arrhythmien, Störung der Wärmeregulation 
Diagnose Anamnese: Klinik, Stich
Körperliche Untersuchung: Haut (Stichstelle/ Stacheln)
Komplikationen
  • Atemstillstand
  • Herz-Kreislaufstillstand
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Erste- Hilfemaßnahmen (siehe unten), Intensivmedizin
  • Medikamentöse Therapie: Analgetika, Lidocain, Antiserum, Benzodiazepine
Notfall

Notfallmaßnahmen bei einer Steinfisch-Intoxikation:

  • - Anruf: Notarzt (Tel.112)
  • - Allgemeinmaßnahmen: Wasser sofort verlassen (Erstickungsgefahr), heißes Wasser auf die Einstichstelle (mindestens 45 Grad Celsus), Wundversorgung
  • - Lagerung: erhöhter Oberkörper, Beine tief, bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • - Vitalzeichenkontrolle: engmaschig
  • - Reanimation: Wiederbelebung
  • - Zusatzmaßnahmen: Sauerstoffgabe, i.v.- Zugang