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Adenoides Syndrom

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Adenoides Syndrom

Vergrößerung der Rachenmandeln (Tonsilla pharyngea, „Polypen“); meist im Kindesalter.

Leitmerkmale: Mundatmung, lautes Schnarchen, Ohrerkrankungen
Pathogenese Durch vermehrte Infekte kommt es v.a. bei Kindern (3.-7. Lebensjahr) zu vermehrten Schwellungen im Nasen-Rachenbereich, womit auch die Rachenmandeln stark sich vergrößern. Die Rachenmandeln bilden sich mit steigendem Lebensalter zurück bis sie meist im Erwachsenenalter verschwunden sind.

Ursachen Entzündungen im Nasen-Rachenraum

Symptome
  • Allgemeinsymptome: Müdigkeit, Leistungsschwäche, evtl. Grippezeichen
  • Gesicht (Facies adenoidea): blass, offen stehender Mund, spröde Lippen
  • Schlaf: lautes Schnarchen, unruhig, evtl. Atempausen
  • Ohr: Mittelohrentzündung, Schwerhörigkeit (Sprachschwierigkeiten)
  • Infektanfälligkeit
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Inspektion: geröteter Gaumen/Rachen
Labor: CRPé, Leukozytené, BSGé
Apparative Diagnostik: Ohruntersuchungen

Differentialdiagnose Tumoren, Angina tonsillaris, Grippe, Fremdkörper, Ohrerkrankungen

Komplikationen Otitis media, Kehlkopfödem

Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Bettruhe, kalte Halswickel, ansteigende Fußbäder, feuchte Halswickel, Psyche
  • Ernährungstherapie: flüssige Kost, Vitamin C/E, Zink, Selen, Eisen
  • Naturheilkundliche Therapie: Akupunktur, Aromatherapie, Bachblüten, Eigenbluttherapie, Homöopathie, Lymphdrainage, Manuelle Therapie, Neuraltherapie, Phytotherapie , Schröpfen, Schüssler Salze
  • Operative Therapie: Entfernung der Polypen (Adenotomie), evtl. mit Trommelfellschnitt (Parazentese)
Prognose Die meisten Kinder sind nach einer Operativen Entfernung beschwerdefrei.
Rachenmandeln können aber auch nachwachsen.

gg