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Atemlähmung

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Atemlähmung

Atemstillstand ohne äußere Einwirkung.

Leitmerkmale: keine Atembewegungen, Zyanose
Einteilung
  • periphere Atemlähmung: bedingt durch eine Lähmung der Atemmuskulatur
  • zentrale Atemlähmung: bedingt durch eine Lähmung des Atemzentrums des Gehirns
Pathogenese Durch Aussetzen der Atmung kommt es zu einem Sauerstoffmangel im Blut/Gewebe (Hypoxie) und zu einem Ausfall des Abtransportes von Schlackenstoffen und Säuren aus dem Gewebe.  Dadurch fallen nach und nach wichtige Vitalfunktionen aus.

Ursachen
  • Lähmung des Atemzentrums:

    • Erkrankungen: Hypothermie, interzerebrale Blutung, Hirninfarkt, Arteria-basilaris-Thrombose
    • Medikamente: Narkotika, Barbiturate
    • Verletzungen: Schädel-Hirn-Trauma, Stromunfall

  • Lähmung der Atemmuskulatur:

    • Erkrankungen: Querschnittssyndrom (oberhalb C4), Polyneuritis. Myasthenia gravis, Polyradikulitis, Porphyrie
    • Infektionskrankheiten:  Keuchhusten, Tetanus, Tollwut, paralytische Poliomyelitis
    • Vergiftungen: Botulismus, Curare
    • Medikamente: Muskelrelaxantien
Symptome
  • keine Atembewegungen: Geräusche, Heben des Thorax
  • Zyanose
  • später: Bewusstlosigkeit
Diagnose Anamnese: fehlende Atembewegungen, Hautfarbe
Körperliche Untersuchung: Auskultation der Lunge, Fühlen des Pulses
Labor: Blutgase

Komplikationen Tod

Therapie
  • Operative Therapie: Reanimation, Beatmung

 

Notfall

Notfallmaßnahmen bei Atemlähmung

  • Anruf: Notarzt
  • Allgemeinmaßnahmen: Atemwege frei machen, beengte Kleidung entfernen, Patient zudecken
  • Lagerung: erhöhter Oberkörper, Beine tief
  • Vitalzeichenkontrolle: engmaschig
  • Reanimation: sofortige Wiederbelebung
  • Zusatzmaßnahmen: Sauerstoffgabe, i.v.- Zugang

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