Krankheiten
Enterohämorrhagische Escherichia coli

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Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC)

Akute infektiöse Gastroenteritis, die Erreger kommen im Verdauungstrakt von Wiederkäuern vor.

Leitmerkmale: wässrige Durchfälle, vermehrte Blutungsneigung
Erreger Escherichia coli

Ausbreitung Weltweit (v.a. Säuglinge/Kleinkinder)

Ansteckung
  • rohe Milch, nicht durchgegartes Rindfleisch (Rinderhack)
  • Schmierinfektion
  • fäkal-oral, kontaminierte Nahrungsmittel
  • Mensch zu Mensch
Inkubationszeit 2-8 Tage

Symptome
  • wässrige Durchfälle (evtl. Blutbeimengungen)
  • gesunde Erwachsene erholen sich rasch
  • ¼ Krämpfe, vermehrte Blutungsneigung, Blässe, Abgeschlagenheit, blutiger Urin
  • bei 6- 10 % der Infizierten (Säuglinge, Kinder, Ältere, Abwehrgeschwächte) kommt es zum HUS (hämolytisch-urämischen Syndrom)
Diagnose Stuhl, Toxinnachweis

Differentialdiagnose
  • Lebensmittelvergiftung
  • enteral: Durchfall-Erkrankungen, Colitis ulzerosa, M. Crohn
Komplikationen Asymptomatische Verläufe ( Durchfälle) bis HUS, hämolytische Anämie, Thrombozytopenie, schweres Nierenversagen

Immunität/Prophylaxe
  • persönliche/allgemeine Hygiene (v.a. bei Lebensmittel)
Therapie Flüssigkeitsersatz, Antibiotika

Meldepflicht
  • Verdacht und Erkrankung (§ 8 IfSG), wenn eine Person betroffen ist, die eine Tätigkeit im Sinne von § 42 IfSG ausübt, oder 2 oder mehr gleichartige Erkrankungen auftreten
  • Namentliche Meldung (§§ 7/8 IfSG) des Erregernachweises

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