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Extrauteringravidität

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Extrauteringravidität

Bauchhöhlenschwangerschaft; Einnistung des befruchteten Eies außerhalb des Uterus (meist eine Eierleiterschwangerschaft).

Leitmerkmale: Schmerzen im Unterbauch, vaginale Blutung bei vermutlicher Schwangerschaft
Einteilung
  • Eileiterschwangerschaft: die befruchtete Eizelle befindet sich im Eileiter
  • Bauchhöhlenschwangerschaft: die befruchtete Eizelle durchbricht den Eileiter und befindet sich in der freien Bauchhöhle (ist meist dort nicht überlebensfähig)
Pathogenese Bei der Wanderung der befruchteten Eizelle durch den Eileiter zum Uterus treten Hindernisse auf und das Ei bleibt im Eileiter stecken, wo es durch die männlichen Spermien befruchtet wird. Die Entwicklung des befruchteten Eis geht normal von statten und es kommt schließlich zur Einnistung des Eis außerhalb der Gebärmutter.

Ursachen
  • der Weg ist blockiert: Eileiterverwachsungen/-verklebungen
  • der Transport funktioniert nicht richtig: zu langsam (Hormone, Rauchen)
  • der Weg ist zu lang: verlängerter Eileiter
Begünstigende
Faktoren
  • vorangegangene Adnexitiden
  • Sterilitätsbehandlung
  • Endometriosen
  • Spirale
  • Stenosen (nach Entzündungen)
Symptome
  • heftigste Unterbauchschmerzen, vaginale Blutungen
  • Abort
  • Tubenruptur: einseitige Unterbauchschmerzen, Schocksymptome
Diagnose Anamnese: Zeichen der Frühschwangerschaft (Spannender Brust, Übelkeit)
Inspektion: aufgelockerte Gebärmutter, Abwehrspannung
Labor: Beta-hCG-Werte ↑
Apparative Diagnostik: Sonographie

Differentialdiagnose Eileiter-/Eierstockentzündungen, Endometriose, Stieldrehung einer Ovarialzyste, Harnwegsinfektion, Appendizitis, chronische Darmerkrankungen

Komplikationen Lebensgefährliche Blutungen, Tubenruptur (akutes Abdomen)

Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Prostaglandine
  • Operative Therapie: Laparoskopie mit Entfernung der Frucht
Prognose 10% Rezidive

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