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Gestationshypertonie

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Gestationshypertonie

Schwangerschaftshypertonie, schwangerschaftsinduzierte Hypertonie sind weitere Bezeichnungen für die Gestationshypertonie. Unter einer Gestationshypertonie versteht man einen erhöhten arteriellen Blutdruck während der Schwangerschaft. Es besteht dabei zu jeder Zeit eine Lebensbedrohung sowohl für das Kind, wie auch für die Mutter. Deshalb müssen die Mütter, wie auch das Kind im Mutterleib, ständig überwacht werden. Die Mütter müssen sich jetzt körperlich schonen und jede Aktivität, die den Blutdruck weiter erhöhen könnte, ist untersagt. Medikamentös wird nur behandelt, wenn die konservativen Methoden versagen. Nach der Schwangerschaft besteht aber die Gefahr, dass der erhöhte Blutdruck für immer bestehen bleibt.

Leitmerkmale: Hypertonie während der Schwangerschaft
Definition Bei einer Gestationshypertonie handelt es sich um einen erhöhten Blutdruck während einer Schwangerschaft

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Schwangerschaftshypertonie
  • Schwangerschaftsinduzierte Hypertonie
Vorkommen
(vor allem)
  • nach der 20. Schwangerschaftswoche bis zur 6. Woche nach der Geburt
Einteilungen
  • Gestationshypertrophie mit Proteinurie (Praeklampsie)
  • Gestationshypertrophie ohne Proteinurie
Ursachen
  • unbekannt
Risikofaktoren
  • Erstgebärende
  • Adipositas
  • Diabetes mellitus
  • chronische Hypertonie
  • familiäre Belastung
  • Autoimmunerkrankungen
Symptome
  • Hypertonie: Blutdruck dauerhaft über 140/90 in Ruhe und nach zwei aufeinanderfolgenden Messungen
  • Allgemeinsymptome: Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Sehstörungen
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen, Familienanamnese
Körperliche Untersuchung: Blutdruck
Labor: Urin (Eiweiß), Transaminasen
Apparative Diagnostik: CTG, Sonographie, MRT

Differentialdiagnose
  • arterielle Hypertonie
Komplikationen
  • Eklampsie
  • HELLP-Syndrom
  • Frühgeburt
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Symptome, Bettruhe, körperliche Schonung
  • Ernährungstherapie: viel Flüssigkeit, Vitamin D, viel Obst/Gemüse
  • Medikamentöse Therapie: Betablocker, Hydralazin, Alphamethyldopa

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