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Hausstauballergie

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Hausstauballergie

Allergische Reaktion auf die Bestandteile des Kots von Hausstaubmilben. Die Milben selbst ernähren sich von menschlichen/tierischen Hautschuppen und Schimmelpilzen (keine mangelnde Hygiene; 2 gr. Hautschuppen reichen für die Tagesernährung von 1,5 Mio. Hausstaubmilben aus).

Leitmerkmale: Augentränen, laufende Nase, Ekzeme (v.a. morgens)
Arten
  • Milben/Milbenkot: pro Gramm Hausstaub bis zu 10 000 Milben (v.a. Teppiche, Betten, Polstermöbel), ernähren sich von Hautschuppen (jeder Mensch verliert davon 2 Gramm pro Tag), Auslöser: Eiweißverbindungen im Kot der Milben
  • Schimmelpilze: durch deren Sporen (v.a. an feuchten Stellen im Mauerwerk, Holzverkleidungen
  • Tierhaare: Allergie meist nicht durch Tierhaare, sondern durch Hautschuppen, Speichel, Ausscheidungsprodukte (Vogelkot)
Pathogenese

Hausstaubmilben ernähren sich vor allem von menschlichen Hautschuppen und befinden sich deshalb an Orten, an denen vermehrt Hautschuppen abgelagert werden (Bett, Polstermöbel, Teppichböden). Mit der Zeit scheiden die Milben die verdauten Schuppen als Kot aus. Nach dem Abtrocknen zerfallen die Kotbällchen der Milben in kleine Teilchen und verbinden sich mit dem Hausstaub. Beides gelangt über die Atemluft in unseren Körper und löst dort die entsprechenden Reaktionen aus.

Ursachen
  • Kot der Hausstaubmilben: ernähren sich von Hautschuppen, brauchen 25-300C, eine hohe Luftfeuchtigkeit; Hauptvermehrungszeit: Mai bis Oktober, doch der Kot zerfällt erst mit Beginn der Heizperiode => Höhepunkt der Allergie)
Symptome Vor allem morgens, nach dem Aufstehen nachts, im Herbst:

  • Allgemeinsymptome: Schlappheit, andauernde Müdigkeit, Anschwellen der Nasen-/Rachenschleimhaut
  • Augen: tränen, Rötung/Schwellung der Augenlider (Schuppung, Schwellung), jucken, v.a. am Anfang der Heizperiode
  • Nase: laufende Nase, Niesanfälle, trockene Schleimhaut mit Verkrustungen
  • pulmonal: Hustenreiz bis schubweise Atemnot, Asthma bronchiale- Symptome
  • dermal: Ekzeme
Diagnose Anamnese: Klinik
Apparative Diagnostik: Prick-Test, RAST, Provokationstest

Differentialdiagnose Allergie auf Schimmelpilze/Tierhaare, Heuschnupfen
Komplikationen Allergisches Asthma
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen:
    • Wohnung: Matratze erneuern (allergendichte Überzüge), Kopfkissen/Bettdecken bei 600C waschen, Wohnung/Teppiche/Stofftiere/ Staubfänger entfernen, Nasswischen, Lüften (Raumtemperatur unter 200C, Luftfeuchtigkeit unter 60%), Matratze/Bettwäsche bei kaltem Wetter draußen aufhängen
    • Körper: Stress, Überanstrengung, Konflikte meiden, Entspannungsübungen, Aufenthalt im Hochgebirge, abhärtende Maßnahmen (Wechselbäder, Sauna), Hypersensibilisierung (über 3 Jahre)
  • Ernährungstherapie: Vitamin C, Zink, Kalzium, Magnesium
  • Naturheilkundliche Therapie: Aderlass, Akupunktur, Ohrakupunktur, Bachblüten, Bioresonanz-Therapie,  Eigenbluttherapie, Darmsanierung, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Neuraltherapie, Phytotherapie, Schüssler Salze
Prognose Die Hypersensibilierung hilft 75% der Patienten.

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