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Heuschnupfen

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Heuschnupfen

Pollinosis; erworbene Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber Umweltgifte, Typ I, saisonal, durch fliegende Allergene.

Leitmerkmale: Augentränen, laufende Nase, Niesattacken
Pathogenese Während des 1. Kontakts mit dem Allergen (Pflanzenpollen) kommt es zur Bildung von IgE (meist keine Symptome), beim nächsten Kontakt reagiert das Immunsystem überempfindlich und schüttet vermehrt Histamin aus den Mastzellen aus (Auslösung der Symptome).

Ursachen
  • Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber Blütenpollen, Kräutern (die Allergen dringen weit in die Atemwege ein, große Kontaktfläche)
Symptome Verschieden in der Stärke von leichten Schnupfen bis Ausbruch aller Symptome:

  • Allgemeinsymptome: Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten
  • Nase: Niesattacken, stark wässriger Fließschnupfen, trockene Schleimhaut mit Verkrustungen, Beeinträchtigung des Geruchs
  • Augen: Bindehautentzündung (Konjunktivitis), Juckreiz, Rötung, Tränen, Lichtempfindlichkeit
  • Hals: Schmerzen, Kratzen, Juckreiz
  • pulmonal: Husten, evtl. Asthmaanfälle
  • dermal: empfindliche Haut (Neurodermitis, Ekzeme, Schwellungen, Rötungen
  • Kreuzallergien möglich
Diagnose Anamnese: Beschwerden, Familienanamnese, saisonbedingt,
Labor: Allergietests (Prick-Test, RAST: Radio-Allergie-Sorbent-Test), IgE

Differentialdiagnose Allergie auf Schimmelpilze, Hausstaub, Tierhaare, bakterielle Sinusitis, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Adenoide, Hypothyreose, Septumdeviation

Komplikationen 30% der Fälle entwickeln ein Asthma, Kreuzallergien bis anaphylaktischer Schock

Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen:
    • Wohnung: nachts die Fenster schließen, bei nassen Wetter lüften
    • Körper: Stress/Überanstrengung/Konflikte meiden, Entspannungsübungen, Aufenthalt im Hochgebirge/Meer, abhärtende Maßnahmen (Wechselbäder, Sauna, mässiger Sport), Hypersensibilisierung (über 3 Jahre), abends die Haare waschen, Bekleidung waschen
  • Ernährungstherapie: Vitamin C, Zink, Kalzium, Magnesium
  • Naturheilkundliche Therapie: Aderlass, Akupunktur,Ohrakupunktur, Bachblüten, Bioresonanz-Therapie,  Eigenbluttherapie, Darmsanierung, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Hyposensibilisierung, Neuraltherapie, Phytotherapie, Schüssler Salze
  • Medikamentöse Therapie: Nasensprays (Cromoglicin), Antihistaminika, Kortison, Sympathikomimetika
Prognose ½ der Personen kommt ohne Therapie aus, Hyposensibilisierung wirkt in 80% der Fälle.

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