Krankheiten
Hyperaldosteronismus

 Zurück zur alphabetischen Auswahl

Hyperaldosteronismus (Morbus Conn)

Überproduktion des Nebennierenrindenhormons Aldosteron, führt zur Hypernatriämie und Hypokaliämie.
 Conn-Syndrom: gutartige Adenome; Stimulation des Renin-Angiotensin-Aldosteron- Systems.

Leitmerkmale: Hypertonie, Kopfschmerzen, Polyurie, Polydipsie, Parästhesien
Pathogenese Durch einen Tumor in der Nebennierenrinde kommt es zu  einer Überproduktion an Aldosteron; es  wird vermehrt Natrium an der Niere zurückgehalten und dafür aber mehr Kalium ausgeschieden, das Renin-Angiotensin-Aldosteron-System wird stimuliert.

Ursachen
  • primäre Ursachen (Conn-Syndrom, Überproduktion von Aldosteron in der Nebennierenrinde): Adenom der Nebennierenrinde (80%), Hyperplasie der Zona glomerulosa, selten Malignome
  • sekundäre Ursachen: Nierenarterienstenose, nephrotisches Syndrom, Renin produzierender Nierentumor, maligne Hypertonie, Bartter-Syndrom, Herzinsuffizienz, Leberzirrhose, Diuretika-Langzeitgabe, Ödeme, Phäochromozytom
Symptome
  • Hypernatriämie: Hypertonie (+ Kopfschmerzen, Proteinurie, Sehstörungen)
  • Hypokaliämie: Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Obstipation, EKG- Veränderungen (Herzrhythmusstörungen), Parästhesien, Paralyse, Polyurie, Polydipsie, metabolische Alkalose
  • Allgemeinsymptome: Leistungsschwäche, Müdigkeit, Abgeschlagenheit
  • selten (bei sekundären Ursachen): Ödeme
Diagnose Anamnese: Hypertonie unklarer Ursache
Labor: Natrium↑, Aldosteron↑, Renin↓, Kalium↓, Magnesium↓, Chlor↓, Urin (Kalium ↑), metabolische Alkalose
Apparative Diagnostik: Sonographie, Nebennieren-CT, MRT

Differentialdiagnose
  • allgemein: Cushing-Syndrom, essentielle Hypertonie
  • renal: Nierenarterienstenose, Nierentumoren
Komplikationen Hypertonie, Herzrhythmusstörungen, hypertensive Krise

Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Kalium, Aldosteron-Antagonisten, Antihypertensiva, Kalziumblocker
  • Operative Therapie: Entfernung der Nebenniere bei einseitigem Nebennierenrinden-Tumor
Prognose Nach der Operation normalisieren sich die Werte bei 70% der Patienten.

gg