Symptome (Leitbilder)
Hypovolämie

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Hypovolämie

Volumenmangel; zu geringe Blutmenge in den Blutgefäßen des Blutkreislaufs, (Gegenteil: Hypervolämie)

Leitmerkmale: Schocksymptome
Einteilung
  • absolute Hypovolämie: Volumenverlust nach aussen oder innen
  • relative Hypovolämie: Volumenverlust in der Peripherie durch Herzinsuffizienz
Pathogenese Durch verschiedene Ursachen kommt es zu einem zu geringen Blutvolumen, die Folge davon ist dass der Körper die peripheren Gefäße zusammenzieht (Vasokonstriktion => Sympathikus), weniger Flüssigkeit über die Nieren auszuscheiden versucht (Renin-Angiotensin-Aldosteron-System) und sein restliches Blutvolumen auf die wesentlichen Organe konzentriert (Zentralisierung).

Ursachen
  • Blutungen
  • Flüssigkeitsverlust: Durchfall, Erbrechen, Polyurie, geringe Trinkmenge, Verbrennungen, Diuretika
  • Sepsis
Symptome
  • Tachykardie
  • Blutdruck: erniedrigt, kleine Blutdruckamplitude
  • Extremitäten: kalt, blass, feucht
  • Durstgefühl
  • Urin: verringerte Harnausscheidung (Oligurie)
  • ZVD: erniedrigt
Diagnose Anamnese: Symptome, Vorerkrankungen, Trinkmenge
Körperliche Untersuchung: Blutdruck, Puls
Labor: Blutbild, Blutgase, Urin
Apparative Diagnostik: EKG

Differentialdiagnose Kardiogener Schock

Komplikationen Hypovolämischer Schock, Bewusstseinsstörungen, Multiorganversagen 

Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Behebung der Grunderkrankung, Beine hochlagern
  • Medikamentöse Therapie: Volumensubstitution, evtl. Blutkonserven

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