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Hypovolämischer Schock

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Hypovolämischer Schock

Wird verursacht durch eine Verminderung der zirkulierenden Blutmenge (Blut-/Wasser-/ Elektrolytverlust).

Leitmerkmale: blasse, feuchte Haut, Hypotonie, kollabierte Halsvenen, Oligurie
Ursachen
  • Trauma
  • Kreislauf: Blutverlust (Blutungen, Aortenaneurysmaruptur), Plasma- und Flüssigkeitsverluste (Verbrennungen), starkes Schwitzen
  • Abdomen: Erbrechen, Durchfälle, Peritonitis, Pankreatitis, Aszites, Ileus
  • Stoffwechsel: Diabetes mellitus, Diabetes insipidus
Symptome
  • Schocksymptome: Schwindel
  • Bewusstseinslage: Unruhe, starker Durst, Kältezittern
  • dermal: blass, feucht, kalter Schweiß, kollabierte Venen
  • vasal/kardial: niedriger Blutdruck, Tachykardie, kollbabierte Halsvenen (DD: kardiogener Schock)
  • renal: Oligurie bis Anurie
Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Schmerzmittel, Sedierung
  • Apparative Therapie: Intubation, Beatmung

 

Notfall

Hypovolämischer Schock:

  • Anruf: Notarzt
  • Allgemeinmaßnahmen: Blutstillung (Kompression),Patienten beruhigen, beengte Kleidung entfernen, Patient zudecken, rasche Blutstillung
  • Lagerung: Schocklagerung (nicht bei Verletzungen im Bereich des Kopfes, Lunge oder oberer Magen-Darm-Trakt), bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • Vitalzeichenkontrolle: engmaschig
  • Reanimation: Wiederbelebung
  • Zusatzmaßnahmen: Sicherung der Atemwege: evtl. Beatmung, O2-Zufuhr (4-6l/Min), venöse Zugänge: 2-3 großlumige zur Volumensubstitution
  • Medikamente: Flüssigkeitszufuhr 500-1500ml 0,9% NaCl-Lösung (oder kolloidale Plasmaersatzlösungen)

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