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Insektengiftallergie

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Insektengiftallergie

Hymenopterengiftallergie; Überempfindlichkeiten gegenüber den Giften von Insekten (Honigbiene, Wespen, Hornisse, Hummel)

Leitmerkmale: Hautschwellung/-rötung nach einen Insektenstich
Pathogenese Durch einen Stich eines Insektes wird dessen Gift auf den menschlichen Körper übertragen, das Immunsystem reagiert darauf überempfindlich und schüttet vermehrt Histamin aus den Mastzellen aus (Auslösung der Symptome).

Ursachen
  • Überempfindlichkeitsreaktion gegenüber Allergene im Insektengift
Symptome Verschieden in der Stärke von einer leichten Rötung/Schwellung bis zu einer Ganzkörperreaktion.

  • Normalreaktion: Rötung/Schwellung über 24 Stunden, Schmerzen, leichtes Frösteln
  • Schweregrad I: Rötung, Urtikaria, Schwellung, Juckreiz
  • Schweregrad II: dazu starke Schwellung, Tachykardie, Hypotonie, Schwindel, Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen
  • Schweregrad III: Schock, Dyspnoe, Bewusstseinseintrübung
  • Schweregrad IV: Kreislauf-/Atemstillstand
Diagnose Anamnese: Klinik, Insektenart
Labor: Antikörper
Tests: Prick-Test, RAST-Test

Komplikationen
  • Atemwege: Ödeme im Hals/obere Luftwege, Dyspnoe, Lungenödem
  • Herz/Kreislauf: Hypotonie, Tachykardie
  • Magen-Darm-Trakt: Erbrechen, Durchfall, Krämpfe
  • Nervensystem: Bewusstseinseintrübung bis Bewusstlosigkeit, Kopfschmerzen
  • allgemein: anaphylaktischer Schock
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: bei starken Symptomen sofort ins Krankenhaus (evtl. Lebensgefahr), Entfernung des Stachels mittels Pinzette, Kühlung, Notfallset, Ruhe bewahren (Insekt nicht verjagen, keine hastigen Bewegungen), Vorsicht beim Obst-/Blumenpflücken, im Freien nicht barfuß gehen, bei der Gartenarbeit Handschuhe/Schuhe/lange Kleidung/Hüte tragen, Fenster mit Insektengitter, Mülltonnen/ Abfallbehälter geschlossen halten, Parfüms meiden (locken Insekten an)
  • Ernährungstherapie: kein Verzehr von Speisen im Freien (Süßigkeiten, Fleisch), Getränkeflaschen geschlossen halten, Vitamin C, Zink, Kalzium, Magnesium
  • Naturheilkundliche Therapie: Aderlass, Akupunktur, Ohrakupunktur, Bachblüten, Bioresonanz-Therapie,  Eigenbluttherapie, Darmsanierung, Fußreflexzonenmassage, Homöopathie, Hyposensibilisierung, Neuraltherapie, Phytotherapie, Schüssler Salze
  • Medikamentöse Therapie: Kortison, Antihistaminika
Weitere
Internetseiten
  • www.initiative-insektengift.at/

 

Notfall

Insektengiftallergie:

  • Anruf: Notarzt
  • Allgemeinmaßnahmen: Patienten beruhigen, beengte Kleidung entfernen, Patient zudecken
  • Lagerung: erhöhter Oberkörper, evtl. Schocklagerung
  • Vitalzeichenkontrolle: engmaschig
  • Reanimation: Wiederbelebung
  • Zusatzmaßnahmen: Sauerstoffgabe, i.v.- Zugang, Einstichregion kühlen
  • Medikamente: Antihistaminika

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