Symptome (Leitbilder)
Kalte Hände

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Kalte Hände

Leichtes Frieren an den Händen.

Leitmerkmale: leichtes Frieren an den Händen

Pathogenese

Bei kalter Aussentemperatur versucht der Körper durch Zentralisierung des Blutes (lebenswichtige Organe) die Körpermitte mehr zu erwärmen als die Extremitäten (die Gefäße verengen sich dort).

Ursachen

  • unbekannt (evtl. Hypotonie, überaktives vegetatives Nervensystem)

Risikofaktoren

  • Allgemein: Schweißhände, nasse Hände (werden schneller kalt), frostige Nässe, unzureichende Kleidung, Bewegungsmangel, Frostbeulen, Unterkühlung
  • Herz-Kreislauf: Herzschwäche, Hypotonie, Arteriosklerose, periphere arterielle Verschlusskrankheit, Raynaud-Syndrom, Thrombangiitis obliterans, Polyarteriitis nodosa
  • Stoffwechsel: Diabetes mellitus, Hypothyreose, Essstörungen
  • Autoimmunerkrankungen: Sklerodermie, Sjögren-Syndrom
  • Blut: Anämie
  • Skelettsystem: Bandscheibenvorfall, Thoracic-outlet-Syndrom, entzündliches Rheuma, Fibromyalgie
  • Psyche: Stress, Ängste, Depression, Aufregung
  • Medikamente: Betablocker, Diuretika, Antidepressiva, Chemotherapeutika, Pille
  • Ernährung: Diäten, Vitamin-/Mineralstoffmangel
  • Noxen: Rauchen, Alkoholmissbrauch

Symptome

  • Hände: kalt, blass bis bläulich
  • Allgemeinsymptome: Missempfindungen (Kribbeln, Taubheit), evtl. Schmerzen

Diagnose

Anamnese: Klinik
Labor: Blutbild, Blutzucker, Schilddrüsenwerte
Apparative Diagnostik: je nach Grunderkrankung

Differentialdiagnose

Embolie, Venenthrombose

Therapie

  • Allgemeinmaßnahmen: Behandlung der Grunderkrankung, warmes Handbad, Rauchen einstellen, nasse Hände vermeiden, Wechselbäder, Handmassagen, regelmäßiger Sport, Handgymnastik
  • Ernährungstherapie: wenig an Kaffee, kohlensäurehaltige Getränke, mehr Suppen, Gewürze (Chilli, Ingwer, Pfeffer), viel an Vitaminen/ Mineralstoffen, genügend Trinken