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Kieferhöhlenentzündung

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Kieferhöhlenentzündung

Sinusitis maxillaris ist eine weitere Bezeichnung für die Kieferhöhlenentzündung. Als Kieferhöhlenentzündung bezeichnet man eineEntzündung der Schleimhaut der Kieferhöhle. Die Kieferhöhlen sind die größten Nasennebenhöhlen und liegen gleich neben der Nase im Bereich des Oberkiefers. Die Krankheit kann akut, wie auch chronisch verlaufen. Es handelt sich hierbei um eine der häufigsten Form der Nasennebenhöhlenentzündung. Die Ursache hierfür ist meist eine Virusinfektion der oberen Atemwege. Dabei schwillt die Schleimhaut der Nebenhöhle an. Dies bildet einen guten Boden für die Einnistung der Krankheitserreger. Die Behandlung richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. Treten leichte Beschwerden auf so kann sie meist konservativ therapiert werden, was meistens der Fall ist. Treten dagegen Komplikationen auf, so muss manchmal sogar operativ eingegriffen werden.

Leitmerkmale: Schmerzen im Wangenbereich, die durch Vorbeugen sich verschlimmern
Definition Bei der Kieferhöhlenentzündung handelt es sich um eine Entzündung einer oder beiden Kieferhöhlen

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Sinusitis maxillaris
Einteilung
  • akute Sinusitis maxillaris
  • chronische Sinusitis maxillaris: Dauer von 2 -3 Monaten oder 4 Krankheitsphasen pro Jahr
Pathogenese Durch einen Bakterien-/Virenbefall der oberen Atemwege dringen diese in die Kieferhöhle ein und lösen dort eine Entzündung aus

Ursachen
  • Erkältung/Infektionen der Nasenschleimhaut: Bakterien, Viren, Pilze
  • Erkrankungen: Allergie, Oberkieferosteomyelitis, Tumoren, Zysten
  • Operationen: Zahnwurzelentzündung, Zahnextraktion im Oberkiefer
  • Knochenbrüche im Gesichtsschädel: Jochbeinfraktur, Oberkieferbruch
Risikofaktoren
  • chronische Mandelentzündung
  • chronischer Schnupfen
  • Nasenpolypen
  • Mukoviszidose
  • anatomische Engstellen in der Nase: schiefe Nasenscheidewand
  • Mund-/Rachenpilz
  • langes Tauchen
Symptome
  • Schmerzen: dumpf bis pochend, Bücken/Hüpfen verstärkt sie, Kopfschmerzen, Zahnschmerzen, Ausstrahlung in die Stirn möglich
  • Nase: behinderter Geruchssinn, eingeschränkte Nasenatmung, gelb-eitriges Nasensekret
  • Wangen: Druckgefühl
  • Allgemeinsymptome: Abgeschlagenheit, erhöhte Temperatur, Müdigkeit, Reizbarkeit, Halslymphknoten geschwollen, Unterlidschwellung
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen
Körperliche Untersuchung: Beklopfen der Kieferhöhlen
Test: Allergietest
Labor: Blutbild, Differentialblutbild, BSG, Entzündungsparameter, Nasenabstrich
Apparative Diagnostik: Endoskopie, Röntgen, Sonographie, CT, MRT

Komplikationen
  • Sinubronchiales Syndrom
  • Hirnhautentzündung
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Bettruhe, Nasenspülung, Rot-Licht, feuchtwarme Umschläge, Inhalationen, ausreichend trinken, viel an die frische Luft, evtl. Behebung der Grunderkrankung (Zähne!)
  • Ernährungstherapie: Obst, Gemüse, Vitamin C
  • Naturheilkundliche Therapie: Homöopathie, Phytotherapie, Schüssler Salze
  • Medikamentöse Therapie: Nasenspray, Sekretolytika, Glukokortikoide
  • Operative Therapie: Korrektur von Anomalien der Nase
Prognose Meist heilt sie innerhalb von 30 Tagen von alleine aus.

Bilder

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