Untersuchungsmethoden
Koronarangiographie

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Koronarangiographie

Röntgenologische Darstellung der Herzkranzgefäße mittels Kontrastmittel.

Dauer 30- 60 Minuten

Indikation
  • Stenosen der Herzkranzgefäße
  • akutes Koronarsyndrom (akuter Verschluss)
  • lebensgefährlichen Herzrhythmusstörungen
  • instabile Angina pectoris
  • idiopathische Herzinsuffizienz
Durchführung
  • der Patient ist nüchtern
  • er liegt auf einer Untersuchungsliege
  • er bekommt Elektroden auf die Brust zur ständigen Überwachung der Herzens
  • dazu eine venösen Zugang in einer Armvene (Infusion, Medikamentenzufuhr)
  • die Leistengegend wird rasiert
  • setzen der Lokalanästhesie
  • Anstechen der Arterie
  • Einführen eines Herzkatheters über die liegende Kanüle (siehe dort)
  • vorschieben des Linksherzkatheters bis zur Aorta ascendens
  • Gabe von Kontrastmittel über den Katheter
  • die Ausbreitung des Kontrastmittels wird mittels Röntgendurchleuchtung verfolgt  und dokumentiert
  • evtl. Aufdehnung des blockierten Gefäßes und Einlage eines Stents
  • Entfernung von Katheter und Kanüle
  • Abdrücken der Einstichstelle für 5 -10 Minuten (keine Nachblutung)
  • Anlegen eines Druckverbandes (+ Sandsack)
Kontraindikation
  • eingeschränkte Nierenleistung
  • Hyperthyreose
Komplikationen
  • Gefäße: Perforation, Blutungen, Verschluss, Fistel
  • Herz: Kammerflimmern, Asystolie, Herzinfarkt, Angina pectoris
  • Gehirn: Schlaganfall, Embolie
  • Lungen: Ödem
  • Sepsis
  • Kontrastmittelreaktion
  • Nervenverletzungen
Ähnliche
Untersuchungen
  • Kardio-MRT
  • Herzszintigraphie
Nachsorge
  • ruhig liegen bleiben für die nächsten 5 Stunden
  • regelmäßige Kontrolle der Einstichstelle/Blutdruck/Puls
  • keine schweren Arbeiten während der nächsten Tage
Bilder

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