Krankheiten
Lagenanomalien des Hodens

 Zurück zur alphabetischen Auswahl

Hoden (Lageanomalien)

Hodenretention: Ausbleiben des physiologischen Hodenabstiegs vom Bauchraum in den Hodensack.
Bis zum 2. Geburtstag muss der Hoden im Hodensack sich befinden, sonst kommt es zu einer Verminderung der Fruchtbarkeit, hohem Entartungsrisiko.

Leitmerkmale: meist symptomlos, verminderte Fruchtbarkeit
Pathogenese Spätestens bis zum Ende des 1. Lebensjahres wandern die Hoden nach unten in das Skrotum und schützen die Spermien vor der Körperwärme. Tun sie dies nicht kommt es zum Hodenhochstand.

Arten
  • Bauchhoden: Hoden innerhalb der Bauchhöhle
  • Leistenhoden: Hoden im Leistenkanal
  • Gleithoden: der Hoden kann heruntergezogen werden, nach dem Loslassen gleitet er zurück in den Leistenkanal
  • Pendelhoden: der Hoden ist zeitweise im Hodensack (nicht bei Kälte)
  • Ektoper Hoden: der Hoden hat völlig einen unphysiologischen Weg genommen (Oberschenkel, Penis)
  • Kryptorchismus: der Hoden ist durch Palpation nicht auffindbar
  • Maldescensus testis: unvollständige Wanderung des Hodens während Embryo-Zeit
Ursachen
  • verminderte Hormonproduktion während der Schwangerschaft
  • Anomalien im Bereich des Samenstranges
  • genetische Ursachen
Symptome
  • Hoden nicht im Skrotum, evtl. nicht tastbar
Diagnose Inspektion/Palpation: Hodenhochstand
Apparative Diagnostik: Hodensonographie (Tumor, Hydrozele)

Therapie
  • Hormontherapie, Operation bis zum 2. Lebensjahr (Orchiopexie)

gg