Krankheiten
Lambert-Eaton-Syndrom

 Zurück zur alphabetischen Auswahl

Lambert-Eaton-Syndrom (LEMS)

Autoimmunerkrankung des Nervensystems mit proximaler Muskelschwäche, v.a. bei Männern.

Leitmerkmale: Muskelschwäche
Pathogenese Durch Bildung von Antikörpern (B-Lymphozyten) gegen präsynaptische Kanäle kommt es zu Übertragungsschwierigkeiten innerhalb der Synapsen (Acetylcholinproduktion vermindert) zu den Muskelzellen und damit zu einer Muskelschwäche (Muskel reagiert nur träge), die erst bei längerer Kraftentwicklung bessere Erfolge zeigt (mit der Zeit sammelt sich genügend Acetylcholin an um eine adäquate Muskelreaktion auszulösen).

Ursachen
  • unbekannt
Risikofaktoren
  • Bronchialkarzinome (kleinzelliges Bronchialkarzinom)
Symptome
  • Allgemeinsymptome: Mundtrockenheit, vermindertes Schwitzen
  • Augen: Ptosis, Akkommodationsstörungen
  • enteral: Schluckstörungen, Verstopfung
  • Muskeln: Schwäche (v.a. Oberschenkeln), abgeschwächte Eigenreflexe, Gangstörungen
  • Blasenentleerungsschwierigkeiten
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Antikörper (VGCC)
Apparative Diagnostik: Elektromyogramm

Differentialdiagnose Myasthenia gravis

Therapie
  • Medikamentöse Therapie:  Glucokortikoide, Immunsuppressiva, Immunglobuline, Chemotherapie (Tumor)
  • Operative Therapie: Plasmapherese

gg