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Latente Azidose

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Latente Azidose

Ständige/chronische Übersäuerung des Körpers mit Belastung der Puffersysteme und den daraus resultierenden Erkrankungen.

Leitmerkmale: chronische Müdigkeit, Gelenk-/Muskelschmerzen
Einteilung der
Erkrankungen
  • Haut: Mykose, Lymphabflussstörungen, Allergien
  • Magen/Darm: Geschwüre, Sodbrennen, Verdauungsbeschwerden
  • Herz/Kreislauf: Herzinfarkt, Arteriosklerose, Apoplex, Bluthochdruck
  • Knochen/Gelenke: Rheuma, Arthrosen, Arthritis, Fibromyalgie, Osteopathie
  • Stoffwechsel: Gicht, metabolisches Syndrom, Diabetes mellitus
  • allgemein: Schmerzen aller Art, Störungen im Immunsystem, Depressionen, Tumoren
Pathogenese Bei einer Übersäuerung versucht der Körper zuerst Basen aus dem Gewebe zu entnehmen (Knochen, Knorpeln). Gelingt die Reduzierung der Übersäuerung jedoch nicht, so werden Säuren in das Bindegewebe/Zellen eingelagert bis wieder mehr Basen zur Verfügung stehen. Es kommt schließlich zur Starre der Erythrozyten (Verlangsamung des Stoffaustausches im Bindegewebe/Parenchym) und zu chronischen Erkrankungen.

Ursachen
  • vermehrte Säureaufnahme: falsche Ernährungszusammensetzung/ Essgewohnheiten (zu viel Eiweiß (Fleisch, Wurst), Zucker, Alkohol, Nikotin, Kaffee, gesättigte Fettsäuren), spät eingenommen Mahlzeiten
  • verminderte Basenaufnahme: Ernährung (zu wenig Obst, Gemüse, Kartoffeln, Getreide)
  • verminderte Säureausscheidung: Bewegungsmangel, zu geringe Flüssigkeitsaufnahme
  • Psyche/Lebensgewohnheiten: Ärger, Stress, Aggressionen, Angst, Lärm, Überforderung, Enttäuschung
  • chronischer Mineral-/Vitamin-/Sauerstoffmangel
  • gestörte Darmflora
Risikofaktoren
  • Rauchen
  • Nahrungsmittel (saure, säurebildende)
  • Stress
  • Bewegungs-/ Sauerstoffmangel
  • Essgewohnheiten (zu schnell, zu weinig kauen)
  • Medikamente
Symptome
  • Allgemeinsymptome: chronische Müdigkeit, Konzentrationsschmerzen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Unruhezustände, Abgeschlagenheit, Sodbrennen
  • Muskel/Gelenke: Muskel-/Gelenkschmerzen, Rheuma, heftige Neuralgien
  • dermal: Ekzeme, Haar-/Nagelwachstumsschwankungen
  • psychisch: Stimmungsschwankungen, Depressionen
  • Allergien, Symptome der erkrankten Organe (Herzinfarkt, Apoplex, Arteriosklerose, Schmerzen, Hauterkrankungen usw.)
Diagnose Anamnese: Symptome, Vorerkrankungen, Familienanamnese, Beruf
Körperliche Untersuchung: je nach Grunderkrankung
Labor: unauffälliges Blutbild, Blut-pH-Wert (normal 7,35- 7,45), Urin-pH-Wert mittels Indikatorstreifen (6,2- 6,9 abhängig von Nahrungsaufnahme, Tageszeit, Psyche), Stuhl-pH (5,8-6,4)

Differentialdiagnose Andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen

Komplikationen Chronifizierung

Therapie:
  • Allgemeinmaßnahmen: Alkoholreduktion, Vermeidung auslösender Faktoren, Stressbewältigung (Entspannungsübungen), Bewegungstherapie, Rauchen einstellen, Blutdruck/Blutzucker normalisieren, Auflösung der Körperschlacken, Atemgymnastik, ausreichend Schlaf, Anregung der Ausscheidung (Haut, Niere, Leber, Lunge)
  • Ernährungstherapie: reichliche Flüssigkeitszufuhr (37 ml Wasser / kgKG/Tag, Kinder 50 ml /kgKG/Tag), Ernährungsumstellung: Vermeidung von sauren/ säurebildenden Nahrungsmitteln (Basenkost), fehlende Mineralstoffe/Basen ersetzen, Verzicht auf Alkohol, Nikotin, Zucker, Milchprodukte
  • Naturheilkundliche Therapie: Akupunktur, Aderlässe, Bachblüten, Darmregulierung, Homöopathie, Phytotherapie, Schadstoffausleitung, Schüssler Salze

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