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Magenblutung

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Magenblutung

Als Magenblutung bezeichnet man eine Blutung, die vom Magen ausgeht und sich als Bluterbrechen oder Teerstuhl ankündigt. Kleine Blutungen bleiben aber meist unerkannt. Akute Blutungen hingegen können zu einem Kreislaufschock führen und dadurch lebensbedrohlich sein. Somit sollte jeder Patient mit Magenblutung solange intensiv überwacht werden, bis durch eine endoskopische Untersuchung eine lebensbedrohliche Blutung ausgeschlossen werden kann. Die häufigsten Ursachen dafür sind Magengeschwüre, die zuerst meist unentdeckt bleiben und erst dann diagnostiziert werden, wenn sie tiefere Schichten der Magenschleimhaut erreichen und dadurch stärkere Blutungen auslösen. Ziel der Behandlung ist es die Blutung so schnell wie möglich zu stoppen, um keinen weiteren Blutverlust zu verursachen.


Leitmerkmale: Bluterbrechen, Teerstuhl
Definition Bei der Magenblutung handelt es sich um einen Blutverlust durch eine Blutung im Magen

Einteilung
  • akutspritzende Blutung: es werden große Mengen an Blut an das Magenlumen abgegeben
  • sickernde Blutung: es treten immer wieder geringe Mengen an Blut aus der Magenwand heraus und das über einen längeren Zeitraum
Einteilung nach Forrest
  • Typ I: aktive Blutung
  • Typ Ia: arteriell spritzende Blutung
  • Typ Ib: Sickerblutung
  • Typ II: inaktive Blutung
  • Typ IIa: mit sichtbaren Gefäßstumpf
  • Typ IIb: Koagelauflagerung auf einer Ulkusläsion
  • Typ IIc: Hämatinauflagerung auf einer Ulkusläsion
  • Typ III: keine Blutung, aber sichtbare Läsion/Blutungsanamnese positiv
Pathogenese Durch verschiedene Ursachen kommt es zu einem Verlust an Blut über die Magenschleimhaut, dies kann bei starker Blutung lebensbedrohlich sein

Ursachen
  • Magenerkrankungen: Gastritis, Magengeschwür, Krampfadern des Magen, Magenkarzinom
  • Verletzung des Magens: Unfälle, Operationen, Untersuchungen, ätzende Substanzen
  • Erkrankungen der Speiseröhre: Mallory-Weiss-Syndrom
  • Medikamente: nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), ASS
  • Allgemein: Alkoholabusus, Stress
Symptome Oft bei kleinen Blutungen keine Beschwerden:
  • bei starker Blutung: Bluterbrechen, Teerstuhl
  • Allgemeinsymptome: Übelkeit, Magen-/Oberbauchschmerzen, Müdigkeit, blasse Hautfarbe, Völlegefühl, Schwindel, Eisenmangelanämie, Leistungsabfall
Diagnose Anamnese: Klinik, Vorerkrankungen, Medikamente
Labor: kleines Blutbild, Gerinnung
Apparative Diagnostik:  Magensonde, Sonografie, Magenspiegelung
Differentialdiagnose
  • Ösophagusvarizenblutung
Komplikationen
  • Kreislaufschock
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Überwachung auf der Intensivstation
  • Ernährungstherapie: Schonnahrung, Vermeidung von scharfen Speisen/ Alkohol
  • Medikamentöse Therapie: Analgetika, Gerinnungsmittel, Blutkonserven
  • Operative Therapie: endoskopische Blutstillung
Notfall

Notfallmaßnahmen bei einer Magenblutung:

  • - Anruf: Notarzt
  • - Allgemeinmaßnahmen: Patienten beruhigen, beengte Kleidung entfernen, Patient zudecken
  • - Lagerung: erhöhter Oberkörper, bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
  • - Vitalzeichenkontrolle: engmaschig
  • - Zusatzmaßnahmen: nichts essen oder trinken