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Magenperforation
Magendurchbruch, Magenruptur, Magenriss sind weitere Bezeichnungen für die Magenperforation. Als Magenperforationbezeichnet man eine krankhafte Öffnung der Magenwand. Die Ursache hierfür sind meist ein Magenulcus, ein Magenkarzinom oder eine Verletzung. Durch das jetzt vorhandene Loch in der Magenwand kommt es zum Austritt von Magensäuren und Mageninhalt in die freie Bauchhöhle. Diese entzündet sich (Peritonitis). Es besteht die Gefahr eines akuten Abdomens und damit kommt es zu einem medizinischen Notfall. Jetzt muss so schnell wie möglich operiert und das Loch verschlossen werden, sonst endet die Erkrankung innerhalb von 24 Stunden tödlich. Es werden hierbei zwei Formen unterschieden: bei einem offenen Magendurchbruch besteht immer Lebensgefahr, bei einem gedeckten Magendurchbruch kommt es zu weit weniger heftigen Beschwerden.
Leitmerkmale: plötzlich starke Oberbauchschmerzen
| Definition | Bei der Magenperforation ist die Magenwand so stark geschädigt, dass sie durchbricht und es entsteht ein Loch in der Magenwand |
| Weitere Bezeichnungen (Synonyme) |
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| Einteilung |
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| Pathogenese | Durch verschiedene Ursachen kommt zu einem Bruch der Magenwand. Es tritt Mageninhalt (Magensaft + Speisereste) in die Bauchhöhle über und setzt dort Entzündungen |
| Ursachen |
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| Symptome |
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| Diagnose | Anamnese: Klinik, Schmerzen (wo, wann, Auslöser), Vorerkrankungen, Medikamente Körperliche Untersuchung: Abtasten und Abklopfen des Bauchraums Apparative Diagnostik: Sonografie, Röntgen (freie Luft) |
| Komplikationen |
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| Therapie |
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Notfallmaßnahmen beim Magendurchbruch:
- - Anruf: Notarzt
- - Allgemeinmaßnahmen: Patienten beruhigen, beengte Kleidung entfernen, Patient zudecken
- - Lagerung: erhöhter Oberkörper, bei Bewusstlosigkeit: stabile Seitenlage
- - Vitalzeichenkontrolle: engmaschig
- - Zusatzmaßnahmen: nichts essen oder trinken
