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Manie

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Manie

Manisches Syndrom ist eine weitere Bezeichnung für die Manie. Als Manie bezeichnet man eine affektive Störung mit gehobener Stimmung, Antriebssteigerung und Denkstörungen. Es kommt zu einer Störung der Gefühlswelt, des Gefühlserleben und der Gefühlsäußerung. Die Stimmung ist dabei übernatürlich euphorisch. Die Ausprägung davon ist aber von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Das Krankheitsbild tritt sehr häufig auf. Die meisten Manien haben einen bipolaren Verlauf. Auf kurze euphorische Phasen folgen länger anhaltende depressive Momente. In einer akuten Phase müssen die davon betroffenen Patienten stationär behandelt werden. Da der Patient aber meistens von seiner Krankheit nicht überzeugt ist muss er oft in eine psychiatrische Einrichtung zwangseingewiesen werden. Eine abgeschwächte Form der Manie bezeichnet man als Hypomanie. Die Ursachen für die Manie sind noch nicht vollständig geklärt. Es gibt aber verschiedene Faktoren, die die Auslösung der Erkrankung begünstigen.


Leitmerkmale: euphorische Stimmung, Selbstüberschätzung, Antriebssteigerung
Definition Bei der Manie handelt es sich um eine grundlos übertriebene Euphorie, die in Episoden abläuft

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Manisches Syndrom
Ursachen
  • unklar
Risikofaktoren
  • einschneidende Erlebnisse (positive wie auch negative): Arbeitswechsel, neue Liebe, Tod, Arbeitslosigkeit
  • genetisch bedingt
  • akute Phase von Neurotransmitter-Dysbalance
  • Medikamente: Psychopharmaka
  • Drogen
Symptome
  • euphorische Stimmung: starke Erregung, sehr heitere Stimmung, starke Unruhe, über Wochen
  • grundlose Heiterkeit: überdreht
  • Ideenflucht: ständig neue Einfälle (werden aber nicht zu Ende gebracht)
  • wahnhafte Selbstüberschätzung: Größenwahn, Selbstüberschätzung
  • Antriebssteigerung: gesteigerter Bewegungsdrang, Logorrhö, gesteigerte Leistungsfähigkeit/ Kreativität
  • Realitätsverlust: Enthemmung, verminderte Rücksicht (Autofahren, Gesetze), verminderte Gefahrenwahrnehmung, hohes Konsumverhalten (Einkaufen, Geldverschwendung)
  • Psyche: flüchtige Wahnideen, Halluzinationen
  • Allgemeinsymptome: Verkürzung der Schlafdauer, vermindertes Schlafbedürfnis, rastlose Aktivität, Vernachlässigung von Körperhygiene und Nahrungsaufnahme, erhöhte sexuelle Aktivität, geringe Distanz im Umgang mit anderen Menschen, mangelnde Sensibilität gegenüber den Bedürfnissen/ Gefühlen anderer Personen, uneinsichtig gegenüber Krankheiten
Diagnose Anamnese: Klinik, Fremdanamnese
Komplikationen
  • Suizid
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: nicht von der Heiterkeit anstecken lassen, ruhig bleiben, nicht auf Selbstüberschätzung eingehen, Psychotherapie, Verhaltenstherapie
  • Medikamentöse Therapie: Neuroleptika, Lithium-Salze, Antikonvulsiva, Sedativa