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Morbus Byler
Byler-Syndrom, Byler-Krankheit, progressive familiäre intrahepatische Cholestase sind weitere Bezeichnungen für den Morbus Byler. Als Morbus Bylerbezeichnet man eine erblich bedingte Lebererkrankung mit Gallestau in der Leber. Dabei ist die Ausscheidung der Gallensäuren gestört. Durch eine mangelhaft funktionierende Zellmembran der Leberzellen (Hepatozyten) kommt es zu einer fehlerhaften oder auch nicht vorhanden Gallebildung. Alle Bestandteile der Galle (Gallensäuren, Phospholipiden, Bilirubin) bleiben somit im Körper und werden nicht über die Leber ausgeschieden. Dieser Rückstau der Säuren führt schließlich zu einer Zersetzung des Lebergewebes. Sichtbar ist die Erkrankung an einem Ikterus nach der Geburt. Ohne Behandlung kommt es schließlich zu einem tödlichen Leberversagen. Die einzig heilende Therapie besteht in einer Lebertransplantation, denn sonst versterben die davon betroffen Kinder schon vor dem 10. Lebensjahr.
Leitmerkmale: Ikterus, quälender Juckreiz nach der Geburt
| Definition | Beim Morbus Byler handelt es um eine Störung der Ausscheidung der Gallensäure |
| Weitere Bezeichnungen (Synonyme) |
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| Einteilung |
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| Ursachen |
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| Symptome |
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| Diagnose | Anamnese: Klinik Labor: GOT, GPT, Gallensäuren erhöht Apparative Diagnostik: Leberbiopsie |
| Komplikationen |
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| Therapie |
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| Prognose | Ohne Lebertransplantation schlecht. Nur wenige Kinder erreichen das Alter von 10 Jahren: |
