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Morbus Feer

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Morbus Feer

Akrodynie, toxallergische Stammhirnenzephalitis sind weitere Bezeichnungen für den Morbus Feer.Der Morbus Feer ist eine durch eine Quecksilbervergiftung ausgelöste Haut- und Gehirnerkrankung bei Kindern. Durch eine chronische Vergiftung mittels Quecksilbers (undichte Thermometer, Batterien, Medikamente, Amalgam) wird eine toxisch-allergische Reaktion ausgelöst. Es kommt daraufhin zum Untergang (Abbau) der Myelinscheiden des zentralen Nervensystems und des Stammhirns. Dies führt zu Störungen am vegetativen Nervensystem (Sympathikus, Parasympathikus). Die Auswirkungen davon sind am ganzen Körper sichtbar. Behandelt werden kann die Vergiftung nur mittel Gegengift (Antidot) und das so schnell wie möglich. Denn ansonsten kann es zu einer lebensbedrohlichen Sepsis kommen.


Leitmerkmale: Vergrößerung der Ohren, Nase, Lippen, Finger, Zehen, Parästhesien
Definition Beim Morbus Feer handelt es sich um Haut- und Gehirnerkrankung deren Ursache eine Quecksilbervergiftung ist

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Akrodynie
  • Toxallergische Stammhirnenzephalitis
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Kinder
Pathogenese Durch eine chronische Vergiftung mittels Quecksilbers (undichte Thermometer, Batterien, Medikamente, Amalgam) kommt es zum Untergang der Myelinscheiden des zentralen Nervensystems und des Stammhirns

Ursachen
  • chronische Quecksilbervergiftung
Symptome
  • Herz/Kreislauf: Hypertonie, Tachykardie
  • nerval: Tremor, Krämpfe
  • dermal: Akrozyanose, Ekzeme, Juckreiz
  • Bewegungsapparat: Hände/Füße (Schmerzen/Parästhesien, Schwellungen/Schuppung), Atonie der Muskeln, Lähmungen, Ataxie
  • Allgemeinsymptome: Appetitmangel, Schweißausbrüche, Frieren, Zittern, Haarausfall, Gewichtsverlust, Zahnausfall, Gingivitis
  • Psyche: Wesensveränderungen, Depression, Schlafstörungen, Lichtscheu
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Quecksilber erhöht (Blut, Urin, Speichel)
Komplikationen
  • Sepsis
  • Lungeninfektionen
Therapie
  • Medikamentöse Therapie: Dimercaptopropanol (Gegengift)