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Morbus Friedrich

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Morbus Friedrich

Als Morbus Friedrich bezeichnet man eine aseptische Knochennekrose des mittleren Endes des Schlüsselbeins (Clavicula). Es kommt hierbei zu einem Absterben des Knochens ohne vorausgehende Infektion. Gut behandeln kann man diese Erkrankung nicht. Ruhigstellung und Operationen bringen nur ein unbefriedigendes Ergebnis. Ziel der Therapie ist es durch physiotherapeutische Maßnahmen die Beweglichkeit der Clavicula zu erhalten und die Schmerzen zu lindern.


Leitmerkmale:  belastungsabhängige Schmerzen am sternoklavikulären Übergang
Definition Bei einem Morbus Friedrich handelt es sich um eine aseptische Nekrose des der Clavicula

Vorkommen
(vor allem bei)
  • Frauen
Stadien nach Lingg/ Heinemeier
  • Stadium I: geringe Symptomatik, aber beginnende Knochennekrose
  • Stadium II: vermehrte belastungsabhängige Schmerzen, Schwellung, Druckschmerz, kein Nacht-/Ruheschmerz
  • Stadium III: Ruheschmerzen, Sekundärnekrose
Ursachen
  • unbekannt
Risikofaktoren
  • erhöhte mechanische Belastung
  • Störungen der Mikrozirkulation (Verletzungen)
  • Autoimmunerkrankungen
  • Diabetes mellitus
Symptome
  • Schmerzen: belastungsabhängig, Übergang zwischen Schlüsselbein zum Brustbein, Druckschmerz, später Ruheschmerz
  • Allgemeinsymptome: Schwellung, Bewegungseinschränkungen
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: Schlüsselbein/Brustbein
Apparative Diagnostik: Röntgen (Nekrose mit randständiger Sklerosierung)
Differentialdiagnose
  • Osteomyelitis
  • Rheuma
  • Luxation/Entzündung des Articulatio sternoclavicularis
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Ruhigstellung, Krankengymnastik
  • Medikamentöse Therapie: Analgetika, Glukokortikoide