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Morbus Nauticus

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Morbus Nauticus

Seekrankheit ist eine weitere Bezeichnung für den Morbus Nauticus. Als Morbus Nauticus bezeichnet man Krankheitssymptome, die während einer Seefahrt auftreten. Es handelt sich dabei um eine Unterform der Reisekrankheit. Die meisten Beschwerden verschwinden nach einigen Stunden oder Tagen auf See wieder von alleine. Die Augen melden hierbei eine stabile und ruhiges Lage des Körpers (Wände des Schiffes), das Gleichgewichtsorgan aber eine schaukelnde Bewegung (Wellengang). Es kommt somit zu widersprüchlichen Sinneninformation für das Gehirn. Eigentlich kann jeder Mensch davon betroffen werden, nur manche Menschen reagieren sehr sensible auf die verschiedenen Sinnestäuschungen.


Leitmerkmale: Übelkeit/Erbrechen während einer Schiffsreise
Definition Als Morbus Nauticus bezeichnet man eine durch das Schwanken des Schiffes ausgelöste Störung des Gleichgewichtsorganes

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Seekrankheit
Pathogenese Durch Informationen aus dem Gleichgewichtsorgan, den Sinneszellen der Muskel/ Sehnen (Dehnungszustand) und den Augen (will gerade Flächen) kommt es im Gehirn normalerweise zu einem dreidimensionalen Bild. Das ist ei dieser Erkrankung aber nicht der Fall, da ein Organ z.B. berichtet, dass man stillsitzt und ein anderes aber von schaukelnden Bewegungen berichtet

Ursache
  • Koordination von unbewussten Bewegungen
Risikofaktoren
  • Alkoholkonsum
  • Ängste
  • Menstruation, Schwangerschaft
  • Kopfschmerzen
Symptome
  • Vorsymptome: Müdigkeit, häufiges Gähnen, leichte Kopfschmerzen, verstärkter Speichelfluss, Schweißausbrüche
  • später klassische Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Schwindel
  • Allgemeinsymptome: Blässe, Hyperventilation
Diagnose Anamnese: Klinik
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Blick in die Ferne ausrichten (Horizont), Lesen während der Fahrt vermeiden, flach auf den Rücken legen, Augen schließen, oft an die frische Luft gehen (möglichst Schiffsmitte), ausreichend Schlaf, in der Mitte des Schiffes aufhalten, essen
  • Ernährungstherapie: leichte, nicht fetthaltige Mahlzeiten, kleine Mahlzeiten, kein Alkohol
  • Naturheilkundliche Therapie: Homöopathie, Phytotherapie, Schüssler Salze
  • Medikamentöse Therapie: Chlorpromazin, Prochlorperazin, Promathazin