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Morbus Nelson

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Morbus Nelson

Nelson-Syndrom, Nelson-Tumor sind weitere Bezeichnungen für den Morbus Nelson. Der Morbus Nelson ist eine Erkrankung mit starkem Wachstum der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) nach einer beidseitigen operativen Nebennierenentfernung (Morbus Cushing). Die Krankheitszeichen sind durch eine fehlende Kortikosteroid-Produktion und eine erhöhte ACTH-Produktion bedingt.


Leitmerkmale:  Hyperpigmentierung der Haut, Kopfschmerzen
Definition Beim Morbus Nelson handelt es sich um einen schnell wachsenden, sehr aggressiven Tumor der Hypophyse

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Nelson-Tumor
  • Nelson-Syndrom
Pathogenese Nach Entfernung beider Nebennieren kommt es zu keiner Rückmeldung (Kortisol) über die ACTH-Produktion.  Die Hypophyse glaubt es sei kein ACTH vorhanden und fängt ohne Kontrolle ACTH zu produzieren an. Sie vergrößert sich dadurch

Ursachen
  • operative Entfernung beider Nebennieren (Adrenalektomie) verursacht durch einen Morbus Cushing
Symptome
  • ACTH-Überschuss: Hyperpigmentierung der Haut (Hand/Fuß, Lippen), Muskelschwäche, Menstruationsstörungen
  • Nebenniereninsuffizienz: Morbus Addison
  • Tumorwachstum: Kopfschmerzen, Sehstörungen
  • Allgemeinsymptome: Hypotonus, Erbrechen, Gewichtsverlust
Diagnose Anamnese: Klinik
Labor: Elektrolyte, ACTH erhöht, Schilddrüsenwerte
Apparative Diagnostik: CT, MRT
Differentialdiagnose
  • Gehirntumoren
  • Morbus Addison
  • Hämochromatose
Therapie
  • Medikamentöse Therapie:  Glukokortikoide, Mineralkortikoide, Sexualhormone
  • Operative Therapie: Tumorentfernung, Bestrahlung