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Morbus SAPHO

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Morbus SAPHO

SAPHO-Syndrom ist eine weitere Bezeichnung für den Morbus SAPHO. Als Morbus SAPHO bezeichnet man eine seltene rheumatische Erkrankung, die vor allem bei jungen Menschen vorkommt. Es treten dabei sehr viele und verschiedene Krankheitszeichen auf, so dass die Erkrankung nur sehr schwer zu erkennen ist. Dazu sind die verschiedenen Symptome auch noch von Betroffenen zu Betroffenen unterschiedlich stark ausgeprägt. Die Erkrankten können meist nur sehr stark eingeschränkt am Alltag des Lebens teilnehmen.


Leitmerkmale:  Schmerzen (Knochen/Gelenke), Entstellungen
Ursachen Als Morbus SAPHO bezeichnet man eine sehr seltene Erkrankung des rheumatischen Formenkreises

Weitere Bezeichnungen
(Synonyme)
  • Morbus SAPHO
Vorkommen
(vor allem bei)
  • Erwachsene: zwischen 30 und 40 Jahren
Ursachen
  • unbekannt
  • evtl.: verschleppte Hautinfektion (Psoriasis, Lyme-Borreliose), Sakroliitis
Symptome Die einzelnen Symptome treten oft nicht gleichzeitig auf:
  • Allgemeinsymptome: Schmerzen/Schwellungen im Skelettsystem (vorderer Brustkorb, Becken, Kreuz, Wirbelkörper), Abgeschlagenheit, gastrointestinale Symptome (Bauchschmerzen, Durchfall, Analabszesse/ -fissuren)
  • Synovitis (Gelenksentzündungen)
  • Akne
  • Pustulosis (Pustelbildung an den Innenflächen von Händen und/oder Fußsohlen)
  • Hyperostose (überschießende Knochenbildung v.a. am Sternoclavikulargelenk)
  • Osteitis (Knochenentzündung)
Diagnose Anamnese: Klinik
Körperliche Untersuchung: Haut, Gelenke, Wirbelsäule
Labor: keine wesentlichen Befunde, Entzündungsparameter
Apparative Diagnostik: MRT, Skelettzintigrafie, Biopsien
Differentialdiagnose
  • eitrige Hauterkrankungen
  • Plasmozytom
  • infektiöse Osteomyelitis/Arthritis
  • Langerhans-Zell-Histiozytose
  • Ewing-Sarkom
  • Osteoblastom
Komplikationen
  • Verlegung der Atemwege (Erstickungstod)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Erblindung
  • chronische Osteomyelitis
  • chronisches Schmerzsyndrom
  • Beeinträchtigungen der Knochen-/Gelenksfunktionen
Therapie
  • Allgemeinmaßnahmen: Physiotherapie, Schonung, Behandlung der Symptome
  • Medikamentöse Therapie: NSAR, Immunsuppressiva, Kortikoide, Interferontherapie, Antibiotika