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Morbus Wilson
Degeneratio hepatolenticularis, Kupferspeicherkrankheit, Pseudosklerose Westphal, hepatolentikuläre Degeneration, Wilson-Krankheit sind weitere Bezeichnungen für den Morbus Wilson. Der Morbus Wilson ist ein autosomal rezessiver Defekt im Kupferstoffwechsel, der zu einem Kupferüberangebot und zu Schäden an der Leber, dem Gehirn, den Augen, den Nieren und anderen Organen führt. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer verringerten Ausscheidung von überflüssigem Kupfer über die Hepatozyten (Gallenflüssigkeit). So reichert sich Kupfer im Lebergewebe an, die Hepatozyten werden geschädigt und können ihrer Funktion nicht mehr nachgehen. Kupfer wird ins Blut vermehrt von der Leber ausgeschieden und lagert sich ans Albumin an, dies gibt das Kupfer an verschiedene Körpergewebe wieder ab. Dort kommt es zu Funktionsstörungen der davon betroffenen Organe. Je nach betroffenem Organ kommt es zu verschiedenen Krankheitszeichen.
Leitmerkmale: anfangs uncharakteristisch: flüchtiger Ikterus, Hämolyse, Anämie, Kayser- Fleischer-Kornealring, später: Organsymptome
| Definition | Beim Morbus Wilson handelt es sich um eine Erkrankung mit verminderter Ausscheidung und damit Anhäufung von Kupfer in den verschiedenen Organen |
| Weitere Bezeichnungen (Synonyme) |
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| Vorkommen (vor allem) |
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| Pathogenese | Durch eine pathologisch verminderte Kupferausscheidung (über die Gallenflüssigkeit) und eine verminderte Bindung des Kupfers im Blut kommt es zur vermehrten Speicherung von Kupfer in der Leber und in anderen Organen |
| Ursachen |
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| Symptome | Lange asymptomatisch, kann bis zu einer starken Beeinträchtigung führen:
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| Diagnose | Anamnese: Familie Körperliche Untersuchung:
Apparative Diagnostik: Leberbiopsie (Kupferbelastung?), MRT, Röntgen |
| Differentialdiagnose |
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| Komplikationen |
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| Therapie |
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| Prognose | Gut bei frühzeitiger Therapie, unbehandelt letal. |
